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Logistikimmobilien: Neubauvolumen bewegt sich auf Vorjahresniveau

Logistikimmobilien-Seismograph informiert über Entwicklung im zweiten Quartal 2017.


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Im zweiten Quartal 2017 sind in Deutschland mehr als 920.000 Quadratmeter Logistikfläche neu entstanden. Für die erste Jahreshälfte ergibt sich damit ein Volumen von rund 1,9 Millionen Quadratmetern. Das entspricht rund 54 Prozent des gesamten Neubauvolumens des Jahres 2016– wie der aktuelle „Logistikimmobilien-Seismograph“ zeigt. Der Marktbericht wird vierteljährlich durch das Beratungsunternehmen Logivest GmbH, München, in Kooperation mit der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS), Nürnberg, herausgegeben.

Logistikdienstleister als Nutzer vorne

In Bezug der Nutzerstruktur kommen die Logistikdienstleister den Angaben zufolge aktuell mit 48 Prozent auf einen überproportional hohen Anteil an neuen Logistikflächen. Im Vorjahr machten sie lediglich ungefähr ein Drittel aus. Diese Umverteilung geht laut dem Logistikimmobilien-Seismographen vor allem zu Lasten industrieller Ansiedlungen, die zum Halbjahr 2017 nur noch 20 Prozent statt der 30 Prozent aus 2016 verzeichnen können. Der Handelssektor weist mit 32 Prozent lediglich geringfügige Strukturveränderungen gegenüber dem Vorjahresanteil von 36 Prozent auf.

„Einen ähnlich deutlichen Vorsprung hat die Logistik seit 2014 nicht mehr verzeichnen können und vor dem Hintergrund des anstehenden Weihnachtsgeschäftes in der zweiten Jahreshälfte, bleibt es spannend, ob die Logistik ihre Aufholjagd fortsetzt oder der Handel auch 2017 wieder die stärkste Nutzergruppe bei Neubauten darstellt“, ordnet Logivest Geschäftsführer Kuno Neumeier die Zwischenbilanz ein.

Pharma: Ausbau vor Neubau

Heruntergebrochen auf die einzelnen Nutzerbranchen zeigt nach Einschätzung von Logivest vor allem der Pharmasektor aufgrund des demografischen Wandels sowie des allgemeinen Trends hin zu einem höheren Gesundheitsbewusstsein hohes Wachstumspotenzial. Dennoch ist die Neubauaktivität innerhalb der Branche eher moderat. In 2016 blieb sie mit knapp 30.000 Quadratmetern sogar deutlich hinter dem durchschnittlichen Flächenzuwachs von rund 70.000 Quadratmetern seit 2011. „Dass sich das Potenzial des Pharma-Sektors nicht direkt in einer positiven Neubaudynamik widerspiegelt, ist den meist spezifischen Nutzungsanforderungen, die im Umkehrschluss zu höheren Kosten führen, geschuldet“, sagt Logivest-Geschäftsführer Neumeier. „Zudem unterliegen die Objekte häufig auch den Kriterien zur Lagerung wassergefährdender Stoffe, wodurch sie eingeschränkt drittverwendungsfähig und damit wenig Investorenrelevant sind. Statt in den Neubau wird dementsprechend zuerst in den Ausbau bestehender Objekte und die Effizienzsteigerung mittels Automatisierung investiert.“


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