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Logistikforschung: Dem Wasser zugewandt

Für den Fraunhofer CML-Neubau in Hamburg-Harburg sind nun die Architekten ausgewählt.


Schon 2016 stand fest: Das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML erhält einen Neubau auf einem Wassergrundstück im Harburger Binnenhafen. Die erste hamburgische Einrichtung der Fraunhofer Gesellschaft mit Sitz an der TU Hamburg wird laut dem Fraunhofer CML auf dem Gelände am Lotsekanal einen dauerhaften Standort mit viel Zukunftspotenzial bekommen. Anfang Juli ist nun die Entscheidung für das Berliner Architekturbüro BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH gefallen: BHBVT habe bereits für andere Fraunhofer-Einrichtungen gebaut und auch dieses Mal großes Einfühlungsvermögen in die Anforderungen von Forschungseinrichtungen bewiesen, teilte das Fraunhofer CML am 24. Juli in Hamburg mit. Bereits der erste Entwurf komme den Anforderungen sehr nahe.

Backsteinoptik in hanseatischer Tradition

Die Fassade greift dem Fraunhofer CML zufolge in hanseatischer Tradition die Backsteinoptik des ehemaligen Hafengeländes auf und der Eingangsbereich ist dem Kanal zugewandt. Die Ausrichtung zum Wasser ist den maritimen Forschern nach eigenen Angaben sehr wichtig. Großzügige Laborräume und Werkstätten sollen vom Wasserzugang profitieren, der durch eine Pontonanlage auch die praktische Umsetzung von Forschungsergebnissen ermöglichen soll. Das helle sechsstöckige Gebäude werde, wie das Fraunhofer CML meldete, moderne Konferenz- und Veranstaltungsräume bekommen und die vier oberen Etagen werden Platz für mehr als 80 Wissenschaftler, Studenten und die Verwaltung bieten.

20 Millionen Euro veranschlagt

Insgesamt 2.400 Quadratmeter werden den Mitarbeitern des CML zur Verfügung stehen, davon 800 für Labore und Werkstätten und 1.600 für die Büros der Wissenschaftler. Wenn diese Flächen nicht mehr ausreichen sollten, kann den Logistikforschern zufolge auf dem Grundstück ein zweiter Bauabschnitt umgesetzt werden. Insgesamt 20 Millionen Euro seien für das Vorhaben veranschlagt. Die Finanzierung des Projektes werde zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), zu 25 Prozent durch die Freie und Hansestadt Hamburg und zu 25 Prozent aus der Fraunhofer-Grundfinanzierung gedeckt.

Baubeginn im Jahr 2019

Bis 2019 der Bau begonnen wird, müssen laut Mitteilung noch viele Detailplanungen am Entwurf und die Vorbereitung des Baugrundes durchgeführt werden. Die Fertigstellung wird für das Jahr 2021 erwartet.

Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik

Das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML hat die Aufgabe, private und öffentliche Auftraggeber aus den Bereichen Hafenbetrieb, Logistikdienstleistung und Schifffahrt bei der Initiierung und Realisierung von Innovationen unterstützen. An der 2010 gegründeten Forschungseinrichtung arbeiten zur Zeit 25 Wissenschaftler sowie zehn Studenten. Das Fraunhofer CML ist Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund unter der Leitung von Prof. Dr. Uwe Clausen.


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(Foto: Matthias Pieringer)
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