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Transport: Hyperloop One meldet Geschwindigkeitsrekord

Inbetriebnahme mit Fracht aber frühestens 2020 geplant.


Das kalifornische Start-up Hyperloop One hat laut eigenen Angaben am 29. Juli mit einer Testkapsel in einer Röhre einen Geschwindigkeitsrekord in den USA aufgestellt. Vor Kurzem veröffentlichte das Unternehmen eine Pressemitteilung, in welcher der Mitbegründer des Start-ups, Shervin Pishevar, verkündete, dass die Testkapsel „XP-1“ auf einer Länge von 300 Metern beschleunigt wurde und final 310 Kilometer pro Stunde erreicht habe. Es war bereits der zweite Test einer Kapsel in der 500 Meter langen Röhre, in der Unterdruck herrscht. Mit dem Test unweit der Stadt Las Vegas sei der „Beginn einer neuen Ära im Bereich Transport“ eingeläutet worden, betonte Pishevar. Nach Angaben des Unternehmens funktionierten alle getesteten Systeme ohne Probleme, darunter der E-Motor, die Kontrollmechanismen, die magnetische Schwebefunktion sowie der Vakuummechanismus. Nun will das Unternehmen weitere Schritte gehen. „Wir haben bewiesen, dass die Technologie funktioniert. Jetzt sind wir bereit, mit Partnern, Kunden und Regierungen in Kontakt zu treten und über die Kommerzialisierung unserer Hyperloop-Technologie zu reden“, verkündete CEO Rob Lloyd.

Idee von Elon Musk

Hintergrund: Bereits im August 2013 hatte Tesla-Chef Elon Musik die Idee des sogenannten Hyperloops vorgestellt. Dabei handelt es sich, vereinfacht gesagt, um ein Röhrensystem, in dem von Magneten angetriebene Kapseln Fracht oder Passagiere mit hoher Geschwindigkeit an ihr Ziel transportieren. Da der Milliardär Elon Musk die Bahn nicht selbst bauen wollte, stellte er seine Pläne unter einer freien Lizenz ins Internet.

Mehrere Firmen wollen Idee umsetzen

Seither arbeiten gleich mehrere Firmen und Institute an Umsetzungen der Idee, darunter die Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies und Hyperloop One. Die Manager von Hyperloop One haben mehrere Partnerschaften abgeschlossen, darunter eine mit der Deutschen Bahn. Medienberichten zufolge plant das Unternehmen, dass mit dem Hochgeschwindigkeitssystem bereits 2020 Frachtgüter und 2021 erste Passagiere transportiert werden können. In der Röhre, in der nahezu Vakuum herrschen soll, plant das Unternehmen mit Geschwindigkeiten bis zu 1.200 Kilometern pro Stunde.


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