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Studie: Gemischte Teams kaufen am besten ein

Ausgeglichener Anteil von Frauen und Männern führt zu Einsparungen.


Geschlechterausgewogenheit im Einkauf führt zu zusätzlichen Einsparungen, erhöht die Effektivität und steigert die Innovationskraft. Das ergab eine europaweite Befragung von rund 200 Chief Procurement Officern (CPOs) durch die Strategieberatung Oliver Wyman GmbH, München, in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME).

Diversität zahlt sich in Geld aus

Den zentralen Umfrage-Ergebnissen zufolge reduzieren Unternehmen mit einem Frauenanteil von weniger als 20 Prozent ihre Kosten im Einkauf nur um gut drei Prozent pro Jahr. Bei diversen Teams mit einer Frauenquote von 40 bis 50 Prozent summieren sich die Einsparungen dagegen im Durchschnitt auf 5,7 Prozent pro Jahr. Auch in anderen europäischen Ländern schneiden Unternehmen mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Männern und Frauen im Einkauf gut ab.

Manager sehen auch die Vorteile

In welchem Ausmaß sich die Kombination männlicher und weiblicher Stärken im Einkauf auszahlt, unterstreicht ein weiteres Umfrageergebnis. Zwei Drittel der Befragten in Deutschland erklärten, dass ein wachsender Frauenanteil in ihrem Unternehmen die Effektivität ihres Einkaufs erhöht und die Innovationskraft gesteigert habe. In anderen europäischen Ländern ist die Zustimmungsrate sogar noch höher. Mit 37 Prozent liegt der Anteil weiblicher Beschäftigter im Einkauf in Deutschland derzeit acht Prozentpunkte unter den Durchschnittswerten anderer europäischer Länder. Gemäß der Umfrage dürfte sich dieser Anteil jedoch bald vergrößern. Denn die CPOs erwarten, dass Faktoren wie Kollaboration, Kreativität und Empathie künftig für den Erfolg im Einkauf eine größere Rolle spielen als bislang – und all diese Eigenschaften sehen sie laut den Umfrageergebnissen als besondere Stärke von Frauen.

In Deutschland fühlen sich besonders viele Frauen benachteiligt

Inwieweit Frauen mit Nachteilen auf dem Karrierepfad zu kämpfen haben, ist in Deutschland umstritten. Während laut Untersuchung in anderen Ländern circa 30 Prozent aller Frauen wie Männer sagen, dass Frauen mit Nachteilen zu kämpfen haben, ist in Deutschland die Meinung sehr geteilt – nach Geschlecht. Nur rund 25 Prozent aller Männer sehen Frauen benachteiligt, aber von den Frauen sehen knapp über 60 Prozent eine Benachteiligung. Laut der Deutschlandchefin von Oliver Wyman, Finja Carolin Kütz, ist das ein deutliches Indiz dafür, dass das Thema in Deutschland bisher nicht mit der gebotenen Sachlichkeit und Transparenz diskutiert wird. Sie sagt: „Wenn Unternehmen ihre weiblichen Talente auf dem Weg in Führungsrollen halten wollen, müssen sie die Sorgen der Frauen verstehen. Sie müssen mit Hilfe von Daten und Fakten einen Dialog mit ihrer Belegschaft führen, wie Chancengleichheit sichergestellt werden kann. Nur wenn die Männer mit auf den Weg genommen werden, werden die Unternehmen das Ziel einer ausgewogeneren Geschlechterdiversität in Führungsrollen erreichen.“


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