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Citylogistik: Mit frischen Ideen in die Stadt

Passende Logistikimmobilien für die letzte Meile gesucht.


Logistikimmobilien liegen derzeit voll im Nachfragetrend. Einer der Haupttreiber dieser Entwicklung ist im Wachstum des E-Commerce-Sektors zu sehen. Doch für die logistischen Anforderungen der letzten und allerletzten Meile fehlen in Deutschland noch passende Immobilien – wie die neue StudieLogistik und Immobilien 2017“ zeigt. Die dritte Ausgabe aus der Studienreihe wird von den Unternehmen Bulwiengesa, Berlin Hyp, Bremer, Goodman und Savills herausgegeben und am 5. Oktober auf der Immobilien-Fachmesse EXPO REAL 2017 in München vorgestellt.

Dem Kunden nahe sein

Laut der Studie ist wegen der Zunahme des E-Commerce und immer schnelleren Zustellungen (Same Day, Same Hour) auch eine größere räumliche Nähe zu den Konsumenten gefragt. Der Onlinehändler trete bei der Suche nach geeigneten Verteilzentren (Hubs) in der Innenstadt zunehmend in Wettbewerb mit dem stationären Einzelhandel. „Lösungen für die letzte und allerletzte Meile – sowohl in Bezug auf den zunehmenden Lieferverkehr als auch den Bau von kleineren innerstädtischen Verteilstationen – fordern eine konstruktive Interaktion aller Beteiligten und vor allem kommunaler Politiker.“

Kaskadenförmiges System als Lösungsansatz

Nach wie vor sei der Bau größerer Logistikimmobilien vorherrschend. Diese befinden sich, wie es in der Studie heißt, „zumeist am Stadtrand der Metropolen oder an peripheren Orten und sind gut an Autobahn, Schiene oder Flughafen angebunden“. Doch die innerstädtische Logistik brauche neue, kleinere Immobilien. Als Lösungsansatz für die Citylogistik bringt die Studie ein kaskadenförmiges System ins Spiel, insbesondere für die dicht besiedelten A- und B-Städte. In diesem kaskadenförmigen System beliefern große Zentrallager im Verflechtungsraum von Metropolen Nachschubstellen am Stadtrand. Diese Nachschubstellen wiederum versorgen kleine Mikrodepots in der Innenstadt.

Die gebäudespezifischen Anforderungen an die innerstädtischen Logistikimmobilien sind der Studie zufolge „noch unklar“. Die Flächengrößen könnten sich von 15 bis 25 Quadratmeter für „Mikrodepots“ erstrecken, über „Micro Fulfilmentcenter“ mit maximal 3.000 Quadratmeter bis hin zu den im Stadtteil oder am Stadtteil-Rand gelegenen „Urban Fulfilmentcentern“ (4.000 bis 6.000 Quadratmeter).

Engmaschig zu vernetzen

Was die Studie auch deutlich macht: Um flächendeckend nah am Verbraucher zu sein, kommt es auf die engmaschige Vernetzung an. Parkhäuser, Tiefgaragen, Ladenlokale und Büros könnten für die Citylogistik umgenutzt werden. Aktuell werden laut Studie als Übergangslösungen Pop-up-Storages in Containern und Flex-Hubs genutzt.

Einheitliches Rendite-Risiko-Profil fehlt

Was die Finanzierung von Citylogistikimmobilien erschwert: Jeder Einzelfall muss laut Studie aufwändig geprüft werden, weil es noch kein „einheitliches Rendite-Risiko-Profil“ gebe.


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