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Logistikimmobilien: Näher an die Städte

Immobilienentwickler Goodman sieht Citylogistik als Zukunftsfeld.


Der Logistikimmobilienentwickler Goodman möchte zukünftig neben großen Objekten verstärkt in die Entwicklung E-Commerce-fähiger Anlagen in Innenstadt- und Stadtrandnähe investieren. Wie Christof Prange, Head of Business Development bei Goodman, anlässlich der Fachmesse EXPO REAL gegenüber LOGISTIK HEUTE sagte, hat das Unternehmen dafür insbesondere Flächen mit einer Größe von rund 10.000 Quadratmetern im Visier. Benötigt ein Mieter weniger Platz zur Abwicklung seiner Logistik, kann man sich bei Goodman auch vorstellen, Flächen zu teilen: „Das machen wir aktuell etwa für Kunden im GVZ Großbeeren, wo wir vor Kurzem insgesamt 13.000 Quadratmeter realisiert haben. Diese Fläche haben wir auf zwei Mieter aufgeteilt“, so Prange.

Offen für Neues

Den Schritt hin zum nach wie vor boomenden Onlinehandel sieht der Head of Business Development als wichtige Investition in die Zukunft: „Goodman möchte jetzt näher an die Städte ran, weil hier aus unserer Sicht viel Potenzial liegt, das noch gehoben werden muss. Denn der Bedarf an Flächen in diesem Segment wird im Zuge weiterer Citylogistik-Konzepte stark steigen.“ Das könnte auch Veränderungen baulicher Natur nach sich ziehen: „E-Commerce ist momentan einer der wenigen Bereiche, in denen man sich etwa Lösungen wie einer mehrstöckigen Bauweise öffnet. Andere Branchen sind da noch zurückhaltender. Wir haben uns wie für unsere anderen Erschließungen auch vorgenommen, in erster Linie eine hohe Flexibilität einzubringen und beispielsweise so zu bauen, dass ein ebenerdiger Austausch von Waren möglich ist“, erklärt Prange.

Brownfield hat Zukunft

Trotz neuer Ziele möchte der australische Konzern in Deutschland aber nicht von bereits etablierten Geschäftsfeldern abrücken. So wird sich Goodman Prange zufolge etwa weiterhin um den Ausbau seiner Brownfield-Expertise kümmern. Erst kürzlich habe das Unternehmen im Hamburger Hafen spekulativ eine Fläche von 30.000 Quadratmetern realisiert, die komplett revitalisiert werden musste. „Inzwischen besteht mehr als 50 Prozent unseres Portfolios aus Brownfieldanlagen. Ein Bereich, in dem wir uns sehr zu Hause fühlen und in dem wir aufgrund des aktuellen Flächenmangels ein Zukunftsfeld für Logistikimmobilien sehen.“

Breitband und Ladesäulen mitdenken

Ebenfalls im Trend liegen für Prange Themen wie der Netzausbau und die Investition in Elektromobilität. Deshalb denkt der Konzern diese Innovationen bei Neubauten in der Regel auch gleich mit. „Breitbandanschluss und Glaserfasertechnik sind bei Neuerschließungen natürlich ein Thema. Die Zahl der Unternehmen, die hohe Datenmengen in ihren Logistikzentren jonglieren, wächst. Gleiches gilt für die Elektromobilität. Zwei bis drei Ladesäulen sind deshalb bei jedem unserer Neubauten von vornherein dabei.


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