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Paletten: Heilbronn, die zweite

Fraunhofer IFF digitalisiert Kunststoff-Halbpalette.


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Die „Heilbronner Halbpalette“, ein Kunststoffladungsträger, der seit einigen Monaten für die Schwarz-Gruppe bei den Discountern Lidl und Kaufland im Einsatz ist, wird um einige intelligente Anwendungen erweitert. Wie das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb- und –automatisierung IFF anlässlich des 34. Deutschen Logistikkongress (25. Bis 27. Oktober 2017 in Berlin) bekannt gab, soll der IoT-Ladungsträger zukünftig verschiedene Funktionalitäten der Sensordatenerfassung, Analyse und Kommunikation vereinen, die flexibel miteinander kombinierbar sind.

Energieeffizienz und hohe Reichweiten

Grundlage hierfür sei ein digitales Endgerät, das in die Palette integriert wird und unterschiedliche Sensordaten wie etwa die GPS-Position über das sogenannte „LoRaWAN“-Netz an Stellen weiterleitet, an denen die Daten entsprechend verarbeitet werden. Zur Verfügung gestellt wird die Technologie von der Netzikon GmbH, einem Tochterunternehmen der Telent GmbH. Laut Netzikon basiert die Funktechnik LoRaWAN auf dem offenen Industrie-Standard LoraWAN und wird von der Non-Profit-Organisation LoRa-Alliance spezifiziert. Sie zeichnet sich besonders durch die Energieeffizienz und hohe Funkreichweiten aus.

Zeitpunkt, Umgebung, Frachthistorie

Neben dem Tracken von Paletten soll die Technologie eine Vielzahl weiterer Anwendungen ermöglichen: Das Portfolio an Sensorik reicht vom einfachen Temperatursensor über Beschleunigungssensoren, die die Frachtbelastung messen oder Bewegungen der Palette signalisieren, bis hin zu Kohlendioxid-Fühlern und Feuchtigkeitsmessern. In Kombination vermitteln sie zu jedem Zeitpunkt die aktuelle Umgebungssituation, geben aber auch einen Überblick über die Historie einer Frachtsendung.

Leuchtturmprojekt

Die Entwicklung der IoT-Palette reiht sich ein in die Maßnahmen zum Leuchtturmprojekt Logistik, einer Initiative der Projektgruppe „Qualitative Anforderungen für IoT und industrielle Nutzung“ aus der Fokusgruppe „Aufbruch in die Gigabit-Gesellschaft“, die 2016 auf dem IT-Gipfel zur Digitalisierung von Logistikprozessen initiiert wurde. Das Projekt widmet sich insbesondere der Einführung von IoT-Kommunikationstechnologien zur Realisierung neuartiger logistikbezogener Services für ein durchgängiges, standardisiertes und sicheres Echtzeit-Monitoring und -Controlling von Fracht und mobilen Assets an wichtigen Logistikstandorten. Neben dem Fraunhofer IFF und der Netzikon GmbH, sind auch der Palettenhersteller Cabka sowie die MetraTec GmbH aus Magdeburg an dem Projekt beteiligt.


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