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Ehrung: Jeff Bezos jetzt Mitglied der Logistics Hall of Fame

Amazon-Gründer wurde in Berlin in die Ruhmeshalle der Logistik aufgenommen.


Ohne seine persönliche Anwesenheit ist am 9. November der Amazon-Gründer Jeff Bezos im Rahmen einer Feier in Berlin in die Ruhmeshalle der Logistik aufgenommen worden. Rund 170 internationale Ehrengäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien waren der Einladung der Logistics Hall of Fame gefolgt, um im historischen Erich-Klausener-Saal des Bundesverkehrsministeriums den erfolgreichen Internetpionier zu feiern. Die Gäste, darunter das Amazon-Management aus Europa und Deutschland, begleiteten Roy Perticucci, Vice President Europe Customer Fulfillment bei Amazon, mit großem Beifall, als er im Namen von Jeff Bezos die Mitgliedsurkunde aus Glas und Metall entgegennahm.

Leistung gewürdigt

Eine Laudatio auf das neue Mitglied hielt Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel, Geschäftsführender Institutsleiter am Dortmunder Fraunhofer IML und selbst Mitglied der Ruhmeshalle. Er würdigte in seiner Rede die unternehmerische Leistung von Bezos, der durch die Kombination von Software und Logistik nicht nur den Internethandel neu erfunden, sondern damit auch eine Blaupause für eine neue Logistik 4.0 geliefert habe. Damit reihe sich Bezos in die Riege der großen industriellen Visionäre, wie Daimler, Siemens oder Edison ein.

Intelligent und witzig

Prof. Dr. Uwe Clausen, Institutsleiter am Fraunhofer IML, berichtete auf der Bühne über die Anfangsjahre von Amazon in Deutschland. Damals arbeitete der Wissenschaftler für den amerikanischen Konzern und schob unter anderem ein Automatisierungsprojekt im 42.000 Quadratmeter großen Lager Bad Hersfeld an. „Damals hatten wir kein Budget. Das Motto lautete: Alles, was dem Kunden dient, wird gemacht.“ Der deutsche Wissenschaftler war dem Amazon-Gründer auch selbst begegnet und nahm ihn als „intelligenten, aber auch sehr witzigen“ Manger wahr. Bei einem Treffen habe Bezos ihn beispielsweise schmunzelnd gefragt, ob die Teletubbies in Deutschland auch ein Erfolg werden könnten.

33 Mitglieder

Amazon-Gründer Bezos ist das 33. Mitglied in der Ruhmeshalle der Logistik. Er wurde im September unter 17 Kandidaten aus acht Nationen von einer internationalen, 56-köpfigen Jury gewählt.

Von Daimler bis Kühne

Weitere Mitglieder der Logistics Hall of Fame sind unter anderem der UPS-Gründer James Casey sowie Fedex-Gründer Frederick Smith, der Schweizer Logistikmäzen Klaus-Michael Kühne, die Kontraktlogistik-Pioniere Heinz Fiege und Hugo Fiege oder die Österreichische Logistik-Unternehmerin Heidi Senger-Weiss. Postum in die prominente Runde aufgenommen wurden unter anderem die Post-Pioniere von Thurn und Taxis, Lkw-Erfinder Gottlieb Daimler, Gottfried Schenker als Pionier des Kombinierten Verkehrs, die Fließband-Erfinder Henry Ford und Ransom Eli Olds, der Erfinder des Gabelstaplers Eugene Clark sowie Malcom McLean, Vater der Containerisierung und der japanische Toyota-Manager Taiichi Ohno, Erfinder des Just in Time-Konzeptes.

Ministerium übernahm Schirmherrschaft

Die Logistics Hall of Fame steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und wird außerdem unterstützt von zahlreichen internationalen Branchenverbänden, Medien und Unternehmen, darunter der Duisburger Hafen (duisport), der Logistikdienstleister Gebrüder Weiss, der Logistikversicherer Kravag, der Intralogistiker Still, die SVG Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr und die Frachtenbörse TimoCom. Die Ruhmeshalle ist im Netz jederzeit kostenlos unter www.logisticshalloffame.net zugänglich.


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