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Forschung: Nokia eröffnet Digital Creativity Lab in München

Gleichzeitig starten sogenannte Innovationsgaragen in Stuttgart und Nürnberg.


Der Telekommunikationskonzern Nokia hat am gestrigen Tag an drei Standorten in Deutschland Räumlichkeiten für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit Partnern eröffnet. In München ging das „Nokia Digital Creativity Lab“, in Stuttgart die „StuttGarage“ und in Nürnberg die „Nürnberger Garage“ an den Start. Die Neueröffnungen kommen zu der im Februar 2017 eröffneten „Ulmer Garage“ hinzu.

Ein Ort für die Partnerschaft

Ziel ist es, vor Ort mit lokal ansässigen Forschungseinrichtungen – beispielsweise Universitäten und Instituten – sowie Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen neue Technologien, Anwendungsszenarien und Produkte, wie beispielsweise Apps und Softwareplattformen zu entwickeln. Während die „Garagen“ lediglich aus Räumen bestehen, in denen Nokia und seine Partner zusammenarbeiten können, steht im Digital Creativity Lab eine Forschungsinfrastruktur, wie leistungsstarke Server, zur Verfügung. In Deutschland setzt Nokia nach eigenen Angaben einen Schwerpunkt auf Partnerschaften mit der Automobilindustrie, mit Transport- und Logistikunternehmen, mit der produzierenden Industrie und bearbeitet Themen wie Industrie 4.0 und Smart Cities.

Einblicke in die Strategie

Zur feierlichen Eröffnung in München ließ Nokia Einblicke in seine Strategie der partnerschaftlichen Forschung und Entwicklung mit anderen Unternehmen gewähren. Das Unternehmen zeigte auch konkrete Anwendungsfälle, wie zum Beispiel einen Roboter, der in Lagern die Kommissionierer unterstützen soll. Der Präsident der Global Services bei Nokia, Igor LePrince, stellte heraus, dass Partnerschaften wichtig seien, weil in jedem Wirtschaftsbereich die Anforderungen sehr komplex und spezifisch geworden sind. Wenn ein außenstehendes Unternehmen für einen bestimmten Bereich Produkte und Dienstleistungen entwickeln wolle, müsse es auf die Insider-Kenntnisse einer Partnerfirma zurückgreifen. Sonst hätte sie gar keine Chance.

Auf die Kombination der Menschen kommt es an

Auch die Teilnehmer der Podiumsdiskussion rückten das Thema Partnerschaften immer wieder in den Mittelpunkt. Der Leiter des Lehrstuhls für Kommunikationsnetze an der TU München, Prof. Dr. Wolfgang Kellerer, sagte zum Beispiel, dass sich Kreativität vor allem entfalten würde, wenn die richtigen Menschen aufeinanderträfen. Wenn die Entwickler gut zueinander passen, sich gegenseitig inspirieren und ihr unterschiedliches Wissen kombinieren, könne daraus schnell Innovation entstehen. Als Beispiel nannte er ein Projekt für das haptische Internet, das Nokia und die TU München gemeinsam auf den Weg brachten. Dabei tastet ein Sensor die Oberfläche eines Gegenstands ab, verarbeitet diese Informationen und bewegt auf der Grundlage dieser Informationen eine weit entfernte Membran. Legt ein Mensch seinen Finger auf die Membran, fühlt sie sich so an, wie die vom Sensor abgetastete Oberfläche. Die Technologie können beispielsweise Wartungstechniker für die Diagnostik nutzen. Es wäre für sie möglich, zu wissen wie sich Bauteile in schwer zugänglichen Bereichen anfühlen.

Partnerschaften als Notwendigkeit

Die These, dass Partnerschaften nicht nur nützlich, sondern schlicht notwendig sind, vertrat die IT-Chefin von Microsoft Deutschland, Anna Kopp. Unternehmen sollten sich darüber klarwerden, dass es immer ein anderes Unternehmen gibt, das diejenigen Chancen nutzt, die man selber liegen lässt. „Kooperieren Sie, kooperieren Sie auch mit ihren Mitbewerbern. Tun Sie es, sonst tut es jemand anders!“ In diesem Sinne formulierte der Vorstandsvorsitzende von Nokia Deutschland, Dr. Wolfgang Hackenberg, seine Schlussworte der Eröffnungsveranstaltung vor den Vertretern verschiedener Unternehmen: „Lassen Sie uns zusammenarbeiten!“


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