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E-Commerce: Jeder achte Euro wird im Netz ausgegeben

Jahresumsatz im Onlinehandel wächst 2017 zweistellig.


Der Brutto-Umsatz im Bereich E-Commerce ist 2017 erneut gewachsen. Mit einem Gesamtergebnis von 58,466 Milliarden Euro verzeichnet der Handelssektor für das vergangene Jahr ein Plus von 10,9 Prozent gegenüber 2016. Das bedeutet, dass 2017 etwa jeder achte Euro online ausgegeben wurde. Der gesamte Online- und Versandhandel mit allen Waren und Dienstleistungen erwirtschaftete einen Brutto-Umsatz von 78,143 Milliarden Euro und verzeichnete damit einen Zugewinn von 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das gab der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) am 22. Januar der Presse gegenüber bekannt.

Multichannel-Händler profitieren am meisten

Wie der Verband außerdem mitteilte, gehörten vor allem Multichannel-Händler zu den großen Abräumern des vergangenen Jahres. Unternehmen, die über mehrere Vertriebskanäle verfügen, konnten 2017 im Online- und Versandhandel um 21 Prozent auf knapp 20 Milliarden Euro zulegen und setzen so 3,5 Milliarden Euro mehr um als 2016. Daran hatten Anbieter mit Herkunft aus dem stationären Einzelhandel den größten Anteil. Sie haben dem bevh zufolge in 2017 ein Plus von 26,2 Prozent erreicht. Die Onlinemarktplätze konnten ihr Volumen um 4,4 Prozent auf 27,9 Milliarden Euro steigern. Online-Pureplayer legten um 12,6 Prozent auf 8,56 Milliarden Euro zu.

Web-Exzellenz für mehr Wachstum

Gero Furchheim, Präsident des bevh und Sprecher des Vorstands der Cairo AG, sieht daher auch eine gute Perspektive für eigenständige Händler: „Mit Web-Exzellenz ist der Fachhandel in der Lage, sowohl neben, als auch in Kooperation mit Marktplätzen nicht nur zu bestehen, sondern sogar zu wachsen. Handel kann sich auch ohne den Ruf nach staatlicher Regulierung behaupten.“

Onlinehandel schließt Lücken

Zudem, so der Verband, hilft der wachsende Onlinehandel dabei, Versorgungslücken auf dem Land zu schließen. Fast 60 Prozent des E-Commerce-Umsatzes resultiert aus Bestellungen in Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern. Dort sei der Umsatz im Jahr 2017 überproportional um 17,1 Prozent gewachsen. „Heute unterscheiden sich Stadt- und Landbevölkerung nicht mehr in ihrem Online-Einkaufsverhalten. Das Internet ist für die Bevölkerung in strukturschwachen Räumen der Garant dafür geworden, überall gleichwertige Lebensverhältnisse realisieren zu können“, unterstreicht bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer die zunehmende Bedeutung des Onlinehandels abseits der Ballungsräume.

Möbelsektor räumt ab

Nach Warengruppen sortiert, konnte das Cluster „Einrichtung“, zu dem unter anderem Möbel, Wohnaccessoires und Haushaltsgeräte zählen, 2017 den größten Umsatzsprung hinlegen. Hier stieg der Gesamtumsatz um 20,3 Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro. Insbesondere die Unterkategorie „Haushaltswaren- und geräte“ konnte im vergangenen Jahr kräftig zulegen. Hier beträgt das Umsatzplus 26,5 Prozent. Insgesamt erwirtschafteten Händler in diesem Sektor etwas mehr als drei Milliarden Euro.

Erneutes Wachstum prognostiziert

Aufgrund des erneuten Wachstums in 2017 prognostiziert der bevh für das laufende Jahr im interaktiven Handel ein Plus von 8,3 Prozent. Der Verband geht davon aus, dass die Händler 2018 rund 67,3 Milliarden Euro erwirtschaften werden.


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