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Letzte Meile: Studie zu Micro-Hubs

Hamburg School of Business Administration untersuchte das Modell von UPS.


Die Hamburg School of Business Administration (HSBA) hat am vergangenen Samstag die Ergebnisse einer Studie zum Micro-Hub-Konzept des KEP-Dienstleisters UPS in der Hansestadt vorgestellt. Das teilt die Logistik-Initiative Hamburg mit. Die Studie wurde von der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in Auftrag gegeben und unter Federführung von Prof. Dr. Jan Ninnemann von der HSBA durchgeführt.

Das Hamburger Modell von UPS

Beim Micro-Hub-Konzept von UPS werden Container in der Innenstadt aufgestellt. Dort werden die Pakete zwischengelagert. Die Pakete bringen die UPS-Mitarbeiter dann zu Fuß oder mit dem Lastenfahrrad zu den Empfängern. Für schwere Pakete nutzen sie Sackkarren. In der Hamburger Innenstadt gibt es vier Standorte für Depot-Container. Die Container werden morgens per Lkw an ihren Abstellort gebracht. Früher wurde laut Logistik-Initiative Hamburg der Innenstadtbereich, der von diesen vier Micro-Hubs aus versorgt wurde, mit neun Fahrzeugen beliefert. Die Fahrer mussten demnach bis zu 120 Mal pro Tour halten, oft in der zweiten Reihe, um die Pakete an der Haustür abzugeben. UPS startete den Versuch mit den Micro-Hubs im Jahr 2015.

Koordinator für die Letzte Meile empfohlen

Die Studie zeigt, dass der politische Wille, innovative Ideen und Konzepte für die Letzte Meile schnell umzusetzen, oft an unterschiedlichen Zuständigkeiten scheitert. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Autoren der Studie, einen Last-Mile-Koordinator zu benennen, der als Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Letzte Meile fungiert. Eine wesentliche Aufgabe des Koordinators soll die fachbehördliche Abstimmung sein.

Kaum geeignete Flächen für Micro-Hubs

Das bestehende Modell mit Containern als Micro-Hubs war als temporäre Lösung konzipiert, die den Weg für neue Last-Mile-Konzepte ebnen soll. Die Autoren der Studie empfehlen, schnell neue Standorte für potenzielle Micro-Hubs zu finden. Das könne jedoch schwierig werden, weil es voraussichtlich kaum geeignete Flächen gebe. Die Autoren könnten sich hierfür jedoch auch Parkhäuser, Haltestellen des Nahverkehrs oder Flächen im Bereich der Wasserstraßen vorstellen.


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