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Gehaltsreport: Wer verdient was in der Logistik?

BirdieMatch stellt Jobanalyse zu Berufsgruppen in Logistik vor.


Das Job-Matching-Portal BirdieMatch hat eine detaillierte Jobanalyse von Berufsgruppen in der Logistik vorgenommen. Die Studie beleuchtet nicht nur aktuelle Gehälter, sondern zeigt auch, welche Skills in Deutschlands drittgrößtem Wirtschaftsbereich besonders gefragt sind und worauf die Beschäftigten im Job besonderen Wert legen. Ausgewertet wurden 1.963 Kandidaten-Profile und 628 Vakanzen, wie die BirdieMatch GmbH kürzlich in Hamburg mitteilte. Erhebungszeitraum für die Studie war das vierte Quartal 2017.

Niederlassungsleiter auf Spitzenposition

Beim durchschnittlichen Bruttojahresgehalt (ohne Boni und Tantiemen) nehmen BirdieMatch zufolge Niederlassungsleiter mit 85.643 Euro die Spitzenposition ein; Leiter Operations verdienen im Schnitt 84.722 Euro, Vertriebsleiter 82.917 Euro; Lagerleiter (45.066 Euro) und der Leiter Fuhrpark (44.545 Euro) liegen im Mittelfeld; Schlusslicht bilden mit 31.182 Euro Mitarbeiter im Lager und Fahrer (25.278 Euro).

Zu den Top-Skills, die am begehrtesten bei den Unternehmen sind, zählen den Angaben zufolge Kenntnisse im Bereich Import (45,4 Prozent), Landverkehr (44,4 Prozent) und Seefracht (35,8 Prozent).

Frauen verdienen weniger

Laut der Analyse kommen Frauen in der Logistik beim Verdienst deutlich schlechter weg als die männlichen Kollegen: Auf Abteilungs- und Bereichsleiterebene liegt ihr Bruttojahresgehalt im Mittelwert bei 55.833 Euro im Jahr, wohingegen Männer mit 78.531 Euro fast 23.000 Euro mehr erhalten. Dahinter steht nach Einschätzung von Bernd Vögele, Personalberater in Hamburg und Mitgeschäftsführer von BirdieMatch, häufig auch „falsche Bescheidenheit“. „Bemerkenswert ist, dass die Gehaltswünsche der Kandidatinnen für ihren ersten Job nach der Ausbildung oder nach dem Studium deutlich niedriger liegen als die der männlichen Bewerber“, so Vögele, der dies zum Teil auf eine kritische Selbsteinschätzung der weiblichen Berufseinsteiger zurückführt.

Gefälle zwischen West und Ost

Auch das Gefälle zwischen West und Ost ist in der Logistik nach dem Ergebnis der Studie ausgeprägt: Ein Vertriebsmitarbeiter im Westen streicht 70.972 Euro ein, sein Berufskollege im Osten muss sich in derselben Position mit 47.500 Euro begnügen.

Ein weiteres Ergebnis: Nicht bei allen Jobs macht sich ein Studium bezahlt. Wer als Vertriebler nach dem Abitur eine Ausbildung gemacht hat, verdient nicht unbedingt weniger als derjenige, der ein Studium oder eine IHK-Fortbildung absolviert hat, so BirdieMatch. Kandidaten mit „Management-Genen“ kämen in der Logistik auch heute noch zumindest monetär ähnlich weit, so Personalberater Vögele. Dennoch werde der „akademische Vorsprung“ in Führungspositionen immer wichtiger, um mit Auftraggebern auf Augenhöhe sprechen zu können.

Kriterien aus dem „weichen Bereich“

Die Ergebnisse der anonymen Onlineauswertung von Fach- und Führungskräften, die einen neuen Job suchen, werden in dem Gehaltsreport den Suchkriterien von Unternehmen gegenübergestellt, die ebenfalls auf der Job-Matching-Plattform registriert sind und nach Kandidaten Ausschau halten. Neben Wunsch und Wirklichkeit bei der Höhe des Gehalts werden dem Portal zufolge auch Kriterien abgeglichen, die Kandidaten bei der Jobwahl am Herzen liegen: flexible Arbeitszeiten, Home Office und weitere Aspekte, die bei der Entscheidung für einen neuen Arbeitgeber eher im „weichen Bereich“ zu finden sind.

Von Wunsch und Wirklichkeit

Neben den Gehaltswünschen sind es diese Herzenswünsche der Kandidaten, mit denen Unternehmen bei der Besetzung ihrer Vakanzen punkten können: Laut Vögele stehen die „Heart Skills“ hoch im Kurs. „Aus diesen Benefits lassen sich Möglichkeiten ableiten, mit denen Unternehmen – abgesehen von Jobbeschreibung, Gehalt und Arbeitsort – neue Mitarbeiter gewinnen können.“ Hier lässt der Gehaltsreport den Angaben zufolge Handlungsbedarf erkennen. So wünscht sich fast ein Drittel aller Kandidaten (31,7 Prozent), die einen neuen Job in der Logistik suchen, flexible Arbeitszeiten. Tatsächlich bieten laut BirdieMatch zufolge bislang lediglich 23 Prozent der Arbeitgeber ihren Mitarbeitern diese Option. Noch weiter gingen Wunsch und Wirklichkeit beim Home Office auseinander: Während 17,8 Prozent der Jobsuchenden gerne die Möglichkeit hätten, zeitweise von zu Hause aus zu arbeiten, gewähren dies nach den Erkenntnissen aus der Studie derzeit lediglich 6,3 Prozent der Unternehmen.


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