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Binnenschifffahrt: Bayernhafen Gruppe schlägt mehr Güter um

2017 wuchs vor allem die Umschlagsmenge bei Binnenschiffen.


Die Bayernhafen Gruppe hat ihre Zahlen für das Jahr 2017 präsentiert. Die Gruppe, zu der die Binnenhäfen Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau gehören, verbuchte in vielen Bereichen ein Wachstum. So schlug die Gruppe im Jahr 2017 insgesamt 32,1 Millionen Tonnen Güter um, was gegenüber dem Vorjahr einem Wachstum von 3,2 Prozent entspricht. 3,2 Millionen Tonnen wurden von oder auf Schiffe umgeschlagen (+ 5,9 Prozent), 5,9 Millionen Tonnen von oder auf die Eisenbahn (- 1,9 Prozent) und 23 Millionen Tonnen von oder auf Lkw (+ 4,2 Prozent).

Bereich Binnenschiff wächst trotz schlechten Wetters

Das Wachstum im Bereich Binnenschiff hat die Bayernhafen-Gruppe trotz ungünstiger Witterung erreicht. So sei der Januar 2017 in Teilen Süddeutschlands der kälteste seit 30 Jahren gewesen, berichtet das Unternehmen. Dreieinhalb Wochen lang, bis Mitte Februar, musste die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal und der bayerischen Donau wegen der Eislage eingestellt werden. Entsprechend sei der Schiffsgüterumschlag im ersten Quartal 2017 um rund ein Drittel gegenüber 2016 zurückgegangen.

Dies wurde übers Jahr jedoch wieder aufgeholt. Maßgeblich dafür sei vor allem der Hafen Regensburg gewesen, der vom Schiffsgüterumschlag her der größte bayerische Hafen ist. Den größten Anteil an der Schiffstonnage machten landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Nahrungs- und Futtermittel aus, auch wenn in diesen Bereichen die Tonnagen zurückgingen. Das größte Wachstum gab es bei den festen mineralischen Brennstoffen, also den verschiedenen Formen von Kohle. Der Umschlag von oder auf Schiffe betrug 2017 in diesem Bereich 222.000 Tausend Tonnen. Das entspricht einem Wachstum von 88,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Leichter Rückgang in den Bereichen Bahn und Container

Per Bahn wurden 5,9 Millionen Tonnen umgeschlagen, das sind 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Bayernhafen-Gruppe begründet dies zum Teil damit, dass die italienische Staatsbahn die Rollende Landstraße zwischen dem Hafen Regensburg und dem italienischen Trento am 30. Juni 2016 eingestellt hatte.

Um etwa zwei Prozent ist der Containerumschlag an den Häfen Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg und Regensburg gesunken. Mit 451.000 TEU (Zwanzig-Fuß-Standardcontainer) im Geschäftsjahr 2017 stehen 460.000 TEU im Vorjahr gegenüber.

Investitionen von 32 Millionen Euro

Für 2018 plant die Bayernhafen Gruppe nach eigenen Angaben über all ihre Standorte Investitionen in Höhe von rund 32 Millionen Euro. Dazu gehört die Vorbereitung von Ansiedlungsflächen sowie über mehrere Jahre laufende Optimierungsmaßnahmen an der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur. So hat das Unternehmen beispielsweise 2017 in Bamberg mit der Umwandlung eines Schräg- in ein Senkrechtufer begonnen, um den Umschlag von und aufs Binnenschiff zu optimieren. Für 2018 ist unter anderem eine Modernisierung des Kranparks vorgesehen.

Die Bayernhafen Gruppe gehört vollständig dem Freistaat Bayern. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Joachim Zimmermann, kommentierte die Regierungsbildung: „Die neue Bundesregierung hat die Chance, den Masterplan Schienengüterverkehr um die Binnenschifffahrt zu erweitern. Wir brauchen hier ein Gesamtkonzept, um den Wirtschaftsstandort Deutschland dauerhaft zu stärken und das Potenzial von Bahn und Binnenschiff zu nutzen.“


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