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Valantic visiondays 2018: Entdecker gesucht

Mehr als 200 Teilnehmer tauschten sich zur digitalen Transformation aus.


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Welche Kicker nominiert der deutsche Bundestrainer für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland? Diese Frage stellte Prof. Dr. Michael Schulz nicht etwa im Rahmen einer TV-Talkrunde für Freunde des Ballsports, sondern auf der Digitalisierungs-Fachkonferenz valantic visiondays 2018, die am 19. und 20. Februar in Hamburg über die Bühne ging. Denn Schulz, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Nordakademie Hochschule der Wirtschaft in Elmshorn, gab in seinem Vortrag ein aus der Sportwelt gegriffenes Beispiel für Big-Data-Analysen.

Gleich zu Beginn erläuterte der Experte, dass er die Fragestellung auf den deutschen Perspektivspieler-Kader, der den Confederations Cup 2017 gewann, beschränken musste – aus Komplexitätsgründen. Für die prädiktive Analyse wertete er TV-Kommentare und Internet-Ticker zum Confed-Cup aus. Der Textkörper aus den sechs gleich gewichteten Quellen umfasste 230.000 Wörter. Der Wirtschaftsinformatik-Professor erklärte, dass bei der prädiktiven Analyse unterschiedliche Informationen einbezogen werden: „Von ihnen nimmt man an, dass sie alle das vorherzusagende Phänomen beeinflussen.“

Datenanalyse ergibt drei Spieler-Cluster

Schulz zeigte, wie er zunächst die Prädiktoren sammelte und diese dann anpasste. Zum finalen Prädiktoren-Katalog zählten unter anderem die „durchschnittliche Anzahl geäußerter Empfindungen pro Spielminute“ und das „Verhältnis negativer zu positiver Empfindungen“. Schließlich bildete der Wirtschaftsinformatiker drei Spieler-Cluster (WM-Teilnehmer, Nicht-WM-Teilnehmer und „ungewiss, ob Spieler teilnimmt“). Um die Cluster-Analyse zu evaluieren, glich er sie mit vier Pressequellen zu möglichen WM-Fahrern ab. Das Resultat: Sieben Kicker aus dem deutschen Confed-Kader sind sicher in Russland dabei: Emre Can, Joshua Kimmich, Julian Brandt, Julian Draxler, Lars Stindl, Leon Goretzka und Timo Werner.

Sonderfall Torhüter

Bei der Evaluation offenbarte sich aber auch ein Problem: Im Clustering des Wissenschaftlers ist der Torhüter des FC Barcelona, Marc-André ter Stegen, nicht unter den deutschen WM-Teilnehmern. Die vier zur Evaluation genutzten Pressequellen sehen das ganz anders. „Wenn ein Torwart wenig genannt wird, heißt das nicht unbedingt, dass er schlecht spielt“, so Schulz. Als Kandidat sei der Keeper offenbar nicht gut für die Clustering-Analyse geeignet. „Man muss viel Zeit in die deskriptive Analyse stecken“, gab Schulz den Teilnehmern der visiondays für eigene Datenanalysen mit auf den Weg.

Elemente des digitalen Jetzt

Mehr als 200 Entscheider aus Industrie, Verwaltung, der Finanz- und Gesundheitsbranche folgten am 19. Februar (Kongresstag) und 20. Februar (Workshoptag) der Einladung der Prozess- und Technologieberatungen der Valantic Gruppe zu den visiondays 2018 nach Hamburg. Unter dem Titel „Elemente des digitalen Jetzt.“ diskutierten die Kongressteilnehmer Visionen, Chancen und Risiken der digitalen Transformation. Auch die Umsetzung und konkrete Maßnahmen standen im Fokus. Eine Kernbotschaft aus den Hauptvorträgen und den parallelen Sessions zu den Themenbereichen „Digital Leadership“, „Digital Roadmap“ und „Digitalization“ lautete: Es ist wichtig, das eigene Unternehmen, Strukturen, Prozesse und die Belegschaft jetzt vorzubereiten – bei aller Unsicherheit, wie künftige Entwicklungen aussehen werden.

Digitalisierung in der Logistik

Im Rahmen der Session „Digital roadmap – Digitalisierung gestalten“ moderierte Matthias Pieringer, stellvertretender Chefredakteur LOGISTIK HEUTE, eine Diskussionsrunde zum Thema „Digitalisierung in der Logistik und Wertschöpfung“. Ein Tenor aus der Podiumsdiskussion mit den Teilnehmern Jörg Bergmann (Director Engineering & Manufacturing, Knapp AG), Martin Hofer (Vorstand, Valantic Supply Chain Excellence AG), Prof. Dr. Martin Selchert (Professur für Marketing und Unternehmensführung, Hochschule Ludwigshafen) und Paul Winkler (CIO, Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics) lautete: Es sei wichtig, sich für sein Unternehmen mit den technischen Möglichkeiten zu beschäftigen, die Mitarbeiter auf die digitale Reise mitzunehmen und bei Digitalisierungs-Vorhaben auf dem Wertfokus zu insistieren.

Die neuen Entdecker

„Wann werden Sie zum Entdecker?“ – diese Frage richtete Anastasios Christodoulou, verantwortlicher Partner für das Competence Center Valantic Business Analytics, an das Publikum. Seinen Worten nach stehen wir auf der Schwelle zum weltumspannenden „Digital Everywhere". Die neuen Entdecker, wie Jeff Bezos (Amazon), Mark Zuckerberg (Facebook) oder Jack Ma (Alibaba), seien schon unterwegs. „Ihre virtuellen Geschäftsmodelle erreichen eine höhere und schnellere Wertschöpfung“ als die aus der alten Welt, sagte Christodoulou. Die digitalen Plattformen, hinter denen die neuen Entdecker stehen, hätten eine „digitale Re-Ortung unserer Welt“ vorgenommen, die zu neuen globalen Machtzentren und Expansion führe. „Durch die Symbiose der neuen mit der alten Welt entsteht effektives und nachhaltiges Wachstum“, machte Christodoulou deutlich.

Die Teilnehmer rief Christodoulou auf, Antworten auf diese vier Fragen zu suchen:

  • Welche Strategie hat Ihr Unternehmen, um den digitalen Run zu gewinnen?
  • Welche Voraussetzungen benötigt Ihr Unternehmen für die digitale Reise?
  • Wie sehen die digitalen Entdeckerwerkzeuge Ihres Unternehmens aus?
  • Wie schaffen Sie den Ausgleich zwischen Expansion und Kohärenz?

Nächste valantic visiondays am 20. und 21. Februar 2019 in München

Die valantic visiondays führten die beiden Veranstaltungsreihen novem Business Analytics Forum und die Vision-Days der Wassermann AG (jetzt Valantic Supply Chain Excellence AG) zusammen. Beim Abendprogramm in der Hamburger Elbphilharmonie und auf einem Elbeschiff kündigten Dr. Holger von Daniels, CEO der Valantic GmbH, und seine Kollegen Martin Hofer (Valantic Supply Chain Excellence AG) und Anastasios Christodoulou (Valantic Business Analytics GmbH) bereits die kommende Veranstaltung an: Die nächsten valantic visiondays finden am 20. und 21. Februar 2019 in München statt.


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