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TradeWorld 2018: Vernetzt in der Handelslogistik

Experten beleuchteten Logistikprozesse für Handelsplattformen.


Für Händler gibt es keine Blaupause, ob man sich in Richtung Plattformen orientieren sollte oder „ob man es selbst macht.“ Häufig liege die Entscheidung in einem Sowohl-als-Auch. Dies hat Martin Himmel, geschäftsführender Gesellschafter der Ecom Consulting GmbH, auf dem Forum „Plattformen in der Handelswelt“ betont, das LOGISTIK HEUTE auf der TradeWorld 2018 organisierte. Die TradeWorld, Kompetenz-Plattform für Handelsprozesse, ging im Rahmen der LogiMAT 2018, 16. Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement, vom 13. bis 15. März in Stuttgart über die Bühne.

Plattformen als Wachstums-Lokomotive

Beratungsexperte Himmel verwies in seinem Vortrag auch darauf, dass das Wachstum im E-Commerce hauptsächlich von Plattformen getrieben wird. Und dass sich durch Plattformen nicht nur die Nutzererwartung und das Nutzerverhalten ändern, sondern dass auch die Wertschöpfung transformiert wird. Sowohl im Szenario A (Hersteller/ Händler verkauft auf Plattform) als auch im Szenario B (Händler wird zur Plattform) sei für den Erfolg ein reibungsloses Zusammenspiel von Daten, IT und Logistik erforderlich, machte Himmel deutlich.

Hohe Erwartungen der Kundschaft

Wenn Hersteller oder Händler sich entschließen über Plattformen ihre Produkte zu verkaufen, müssen sie sich laut dem Berater unter anderem darüber bewusst sein, dass die Nutzererwartungen an Liefergeschwindigkeit und Liefertreue in der Regel hoch sind. Ein Lösungsweg, um den höheren prozessualen Anforderungen in der Plattformökonomie gerecht zu werden, könne im Outsourcing der Logistik liegen, sagte Himmel.

Logistisches Betriebssystem für Mode

Carl-Friedrich zu Knyphausen, Head of Logistics Development bei der Zalando SE, stellte auf dem TradeWorld-Forum Zalando als „logistisches Betriebssystem“ für die Modewelt vor. Das Unternehmen hat sich nach seinen Worten innerhalb von zehn Jahren vom Online-Händler zur Online-Plattform für Mode entwickelt. „Wir verstehen uns als Plattform, wir verbinden Kunden mit Fashion-Playern.“

Die Logistik ist dabei laut Carl-Friedrich zu Knyphausen essenziell, um das Kundenerlebnis zu gestalten, das im Fokus steht. Daher baue Zalando das Logistiknetzwerk europaweit aus, wie der für die Netzwerkstrategie verantwortliche Manager betonte.

Zalando setzt, wie der Vortrag zeigte, auf den Service „Zalando Fulfillment Solutions“ als starke Grundlage für Partner, lokale Liefernetzwerke, um Menschen mit Mode zu verbinden und baut darauf die Vorteile aus Online- und Offline-Welt zu verbinden – alles orchestriert durch Technologie. „Wir glauben ganz stark an die Plattformstrategie“, brachte es der Zalando-Experte auf den Punkt.

Verknüpfendes Element

Eine CD hielt Michael Schweinsberg, Director Sales Distribution & Services D-A-CH der Sony DADC Germany GmbH, zu Beginn seines Beitrags ins Scheinwerferlicht des TradeWorld-Forums. Sony DADC produziert optische Speichermedien und hat sich Gedanken gemacht für neue Geschäftsideen. Wie Schweinsberg erläuterte, versteht sich Sony DADC dabei im Sinne des Plattform-Gedankens als end-to-end-Supply-Chain-Lösungsanbieter, der die physische und die digitale Welt verbindet.


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