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Dienstleistung: Die Chinesen holen auf

Deutsche Unternehmen vergeben mehr Aufträge an chinesische Logistiker.


Internationale Logistikdienstleister geraten in China unter Druck: Sie stehen in enormer Konkurrenz zu chinesischen Anbietern, die mit einem guten Serviceangebot ihren Marktanteil bei deutschen Unternehmen ausbauen. In den letzten Jahren konnten diese im Gegensatz zur internationalen Konkurrenz die Zufriedenheit ihrer Kunden im Transport- und Lagerwesen sowie bei der Überwachung der Supply Chain teils erheblich steigern. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Deutsche Unternehmen in China – Logistikprozesse im Wandel“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Sie hat für die Studie 200 in China aktive deutsche Unternehmen zum chinesischen Logistikmarkt befragt. Sie stammen aus den Bereichen Maschinenbau, Automobilbau, Handel und Konsumgüter.

Chinesische Dienstleister könnten auf dem europäischen Markt auftreten

Zwar bekommen internationale Logistiker immer noch deutlich mehr Topnoten von den deutschen Kunden als die chinesischen. Doch die heimischen Anbieter holen auf. Ein Vergleich zu einer PwC-Erhebung aus dem Jahr 2011 zeigt, dass die hohe Zufriedenheit der deutschen Kunden mit ihren chinesischen Logistikern im Transportsegment steigt (plus sieben Prozentpunkte), während sie mit den internationalen Logistikern (minus acht Prozentpunkte) abnimmt. In den Bereichen Lagerhaltung und Überwachung der Supply Chain zeigt sich die gleiche Entwicklung. „Für chinesische Logistiker sind ihre steigende Reputation im Heimatmarkt sowie der wachsende Markt für grenzüberschreitende Paketdienste optimale Voraussetzungen, ihre Marktanteile global auszubauen. Vor allem für internationale Expressdienstleister sollte das ein Warnzeichen sein, denn zufriedene Kunden chinesischer Logistikdienstleister im größten Logistikmarkt der Welt sind eine gute Basis, um auch den europäischen und amerikanischen Markt erfolgreich zu durchdringen.“ Das sagt Dietmar Prümm, Leiter des Bereichs Transport und Logistik bei PwC.

Produktion in China für deutsche Firmen nicht mehr so wichtig

China steht laut PwC für viele Mittelständler inzwischen als Absatzmarkt im Vordergrund. Entsprechend hätten die Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten in den vergangenen Jahren verändert. Sie bauen Marketing, Vertrieb und After-Sales-Services stark aus und fahren den Anteil der Beschaffung und Produktion in China deutlich zurück.


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