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Luftfracht: Lufthansa Cargo verbucht 2017 als Erfolgsjahr

Markterholung und Kostenmanagement beflügeln das Unternehmen.


Lufthansa Cargo hat im Geschäftsjahr 2017 von der Erholung des Weltluftfrachtmarktes und Erfolgen im Kostenmanagement profitiert. Der Umsatz stieg 2017 gegenüber dem Vorjahr um 21,1 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, wie die Luftfrachtgesellschaft am 22. März vor Journalisten in Frankfurt mitteilte. Die Zahl der 2017 verkauften Frachttonnenkilometer lag bei 8,9 Milliarden (angebotene Frachttonnenkilometer: 12,9 Milliarden).

EBIT gesteigert

Die Lufthansa-Tochter konnte die Durchschnittserlöse nach eigenen Angaben besonders im Expressgeschäft stark steigern. Die betrieblichen Gesamterlöse legten um 21,2 Prozent auf insgesamt 2,6 Milliarden Euro zu. Das Adjusted EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 292 Millionen Euro auf 242 Millionen Euro. Das EBIT verbesserte sich um 304 Millionen Euro auf 240 Millionen Euro.

Restrukturierungsprogramm im Fokus

„Das Jahr 2017 entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte der Lufthansa Cargo“, sagte Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo AG. Das 2016 beschlossene strategische Restrukturierungsprogramm „C 40“ zeigt laut dem Luftfrachtunternehmen bereits in der aktuellen Implementierungsphase Wirkung. So seien zum Jahresbeginn 2017 unter anderem der Vertrieb sowie weitere Arbeitsbereiche schlanker aufgestellt worden, der Personalbestand sinke.

Frachter  reaktiviert

Lufthansa Cargo hat den Umfang der MD-11F-Flotte durch den Verkauf von zwei Flugzeugen auf zwölf Maschinen verringert. Eine im Frühjahr 2017 vorübergehend stillgelegte MD-11F habe man mit Blick auf die stark gestiegene Nachfrage rechtzeitig zur branchenüblichen Hochsaison zum Jahresende im November 2017 wieder reaktiviert, „sodass Lufthansa Cargo inklusive fünf B777F-Frachtern zum Jahresende 2017 insgesamt 17 Frachtflugzeuge betrieb“. Hinzu komme, so Lufthansa Cargo, „die Kapazität von circa zwei 777 aus dem Aerologic-Joint Venture“.

Digitalisierung vorantreiben

Vorstandsvorsitzender Peter Gerber betonte vor den Journalisten in Frankfurt, dass Lufthansa Cargo die Digitalisierung im Luftfrachtbereich vorantreiben wolle. In den kommenden Jahren will sich das Unternehmen mit den Teilnehmern der Transportkette von der Buchung bis zur Auslieferung digital vernetzen.

LCC evolution

Das Frachtzentrum in Frankfurt wird laut Lufthansa Cargo kontinuierlich modernisiert – mit „LCC evolution“ hat die Luftfrachtgesellschaft nach eigenen Angaben ein Konzept entwickelt, „das eine modulare Modernisierung des Logistikzentrums (Lufthansa Cargo Center) vorsieht“. Vorstandschef Peter Gerber machte gegenüber LOGISTIK HEUTE deutlich, dass diese Erneuerungsmaßnahmen – von nun an gerechnet – in einem Zeitraum von etwa fünf Jahren abgeschlossen sein sollen.

Investition in Kühlinfrastruktur

Lufthansa Cargo hat 2017 in die Kühlinfrastruktur investiert und das Cool Center in Frankfurt erweitert. Zudem führte das Unternehmen den neuen Service „Road Feeder Service Cool“ ein. Als besondere Dienstleistungen habe man sowohl eine spezielle Thermofolie ins Angebot aufgenommen als auch das Containerportfolio nochmals erweitert, ließ das Luftfrachtunternehmen verlauten.

Lufthansa Cargo AG im Porträt

Mit einem Transportvolumen von rund 1,6 Millionen Tonnen Fracht- und Postsendungen sowie 8,9 Milliarden verkauften Frachttonnenkilometern im Jahr 2017 zählt sich Lufthansa Cargo zu den weltweit führenden Unternehmen im Transport von Luftfracht. Das Unternehmen beschäftigt derzeit mehr als 4.500 Mitarbeiter weltweit. Der Schwerpunkt von Lufthansa Cargo liegt im Airport-Airport-Geschäft. Das Streckennetz umfasst rund 300 Zielorte in über 100 Ländern, wobei sowohl Frachtflugzeuge als auch die Frachtkapazitäten der Passagiermaschinen von Lufthansa, Austrian Airlines und Eurowings sowie Lastwagen genutzt werden. Der Großteil des Cargo-Geschäftes wird über den Flughafen Frankfurt umgeschlagen. Lufthansa Cargo ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Deutschen Lufthansa AG.


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