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Häfen: Duisburg weiter auf Wachstumskurs

Umsatz legt kräftig zu, Güterumschlag geht leicht zurück.


Die Duisburger Hafen AG (Duisport) hat im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz in Höhe von 250 Millionen Euro erzielt. Das teilte das Unternehmen auf seiner jährlichen Bilanzpressekonferenz mit. Das ist eine Steigerung um neun Prozent gegenüber dem Umsatz im Jahr 2016. Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich um zwei Prozent auf 41 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern wurde um 16 Prozent auf 22 Millionen Euro gesteigert. Damit verbucht Duisport nach eigenen Angaben bereits seit 20 Jahren kontinuierliche Ergebnissteigerungen.

Leichter Rückgang beim Güterumschlag

Der Gesamtgüterumschlag betrug 2017 einschließlich der privaten Werkshäfen 130,6 Millionen Tonnen (2016: 133,1 Millionen). Das ist ein Rückgang um 1,9 Prozent. Davon entfielen 2017 auf die Häfen der Duisport-Gruppe 68,3 Millionen Tonnen (2016: 66,8 Millionen), was eine Steigerung von 2,1 Prozent bedeutet. In den Häfen der Gruppe wurden 4,1 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen. Das entspricht einer Steigerung um elf Prozent. Der Güterumschlag per Schiff ging von 16,2 auf 15,7 Millionen Tonnen zurück. Grund sei der rückläufige Kohleumschlag.

Mehr Zugverkehr nach China

Der Eisenbahnverkehr erzielte laut Duisport vor allem durch die Chinazüge gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 ein Plus von 6,8 Prozent auf nun 18,8 Millionen Tonnen. Gemeinsam mit China Merchants Logistics werden laut Duisport entlang der Korridore der Seidenstraßen-Initiative Projekte im gesamten eurasischen Bereich realisiert. In diesem Zusammenhang engagiert sich Duisport beispielsweise beim Aufbau des über 90 Quadratkilometer großen Industrie- und Logistikparks „Great Stone“ nahe des weißrussischen Minsk und bei einem Logistik-Hub bei Istanbul. Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien über 100.000 TEU mit den Chinazügen transportiert worden, berichtet Duisport. Das Unternehmen erwartet weiteres Wachstum im Chinahandel.

Duisport hat investiert

Die Duisport-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Sach- und Finanzinvestitionen um 42 Prozent auf 34 Millionen Euro erhöht. Neben Investitionen in die Infra- und Suprastruktur wurde ein Lagerhaus für DB Schenker als Dienstleister der Daimler AG auf der Duisburger Mercatorinsel errichtet. Daimler ist nach Volkswagen und Audi der dritte Autohersteller, der sich am Duisburger Hafen ansiedelt. Zudem hat Duisport das Speditionsunternehmen Bohnen Logistik erworben.

Immobilienprojekte und Startups

2017 gehörten Immobilienvorhaben und ein Innovationszentrum für Startups zu den wichtigen Projekten des Hafenbetreibers. In Duisburg-Walsum entsteht auf der 40 Hektar großen Fläche einer ehemaligen Papierfabrik ein weiterer Logistikpark unter dem Namen „logport“. Duisport errichtet auf dem trimodal angebundenen Areal ein Containerterminal. Spätestens ab Ende 2019 soll das Gelände für die Neubebauung zur Verfügung stehen.

Das Gelände des Logistikparks „logport V“ in Oberhausen wird derzeit von einem Joint Venture von Duisport und RAG Montan Immobilien aufbereitet. Auf dem 30-Hektar-Areal eines ehemaligen Kohlenlagerplatzes errichtet Edeka ein Logistikzentrum. Ein weiteres Immobilienprojekt von Duisport in Niederkassel-Lülsdorf ist weiterhin in der Planung.

Duisport hat 2017 mit Partnern aus der Industrie die Innovationsplattform Logistik „startport“ für Startups gegründet. Derzeit nutzen fünf Startups die Plattform.

Bilanz der drei Geschäftsbereiche

Von den drei Geschäftsbereichen erzielte 2017 das Segment Infra- und Suprastruktur einen Umsatz von 50,7 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Segment logistische Dienstleistungen sank der Umsatz 2017 um vier Prozent auf 75,8 Millionen Euro. Duisport führt das auf die Veräußerung von Anteilen an zwei kleineren Gesellschaften zurück. Dagegen legte der Umsatz in der Verpackungslogistik um 19 Prozent zu und lag damit im Jahr 2017 bei 87 Millionen Euro zu. Grund dafür ist laut Duisport die gute Auslastung des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus.


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