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Industrie 4.0: Siemens stellt aktuelle und zukünftige Konzepte vor

Unternehmen baut cloudbasiertes offenes IoT-Betriebssystem aus.


Der Technologieanbieter Siemens hat seinen Messeauftritt auf der diesjährigen HANNOVER MESSE, die noch bis zum 27. April stattfindet, unter das Motto „Digital Enterprise – Implement now“ gestellt. Damit legt der Konzern eigenen Angaben zufolge seinen Fokus auf die Umsetzung von Industrie 4.0 in Unternehmen und die Entwicklung spezifischer Branchenlösungen. „Die technischen Voraussetzungen dafür haben wir mit unserem durchgängigen Lösungsangebot geschaffen. Mit der Implementierung von Digital-Enterprise-Lösungen können Anwender und Kunden jetzt alle Potenziale von Industrie 4.0 nutzen“, sagte Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, anlässlich einer Pressekonferenz zur HANNOVER MESSE am 23. April.

Neue Partner für MindSphere

Demnach sollen Kunden des Unternehmens mit dem Digital Enterprise Portfolio während des laufenden Betriebs eine höhere Flexibilität, kürzere Markteinführungszeiten, sowie eine größere Effizienz erreichen können. Zum Angebot zählen Siemens zufolge Lösungen für den digitalen Zwilling, mit dem ein ganzheitliches virtuelles Abbild der Wertschöpfungskette geschaffen wird, sowie das Automatisierungsportfolio des Unternehmens und das Cloudbasierte IoT-Betriebssystem „MindSphere“ für das industrielle Internet der Dinge. „Unser IoT-Betriebssystem eröffnet unseren Kunden neue Dimensionen der Konnektivität und Datenanalyse. Darüber hinaus freue ich mich, dass der Vorstand von MindSphere World schon jetzt 16 neue Antragssteller zur Aufnahme in den Verein freigegeben hat“, so Helmrich. Zu den bisherigen Partnern, die das Betriebssystem nutzen, gehören unter anderem Kuka, Sick, Eisenmann, Rittal, Trumpf, Festo sowie der Vakuumtechnikanbieter Schmalz.

Edge Computing im Fokus

Basierend auf den Technologien des digitalen Zwillings und der MindSphere World möchte Siemens sich nach eigenen Angaben zukünftig auch verstärkt den Themen Edge Computing und additive Fertigung widmen. Dabei soll es das vom Konzern erarbeitete Industriel Edge-Konzept der diskreten Fertigung sowie der Prozessindustrie ermöglichen, Daten und Informationen dezentral und direkt vor Ort zu verarbeiten. Die Nutzung sogenannter Edge-Geräte, die direkt an der entsprechenden Maschine angebracht werden, gewährleiste dem Unternehmen zufolge eine hohe Datensicherheit sowie die Umwandlung von Big Data in Smart Data. Als bisherige Anwendungsbeispiele nannte Helmrich die Intelligente Werkstückanalyse auf Basis des digitalen Zwillings und eine Inventarisierung-App für den Maschinenbau, die mithilfe von MindSphere entwickelt worden ist.

Netzwerk für 3D-Druck

Im Bereich additive Manufacturing setzt Siemens ähnlich wie bei der MindSphere auf den Ausbau passender Infrastrukturen sowie strategische Partnerschaften. So hat das Unternehmen am 10. April in Erlangen ein erstes eigenes „Additive Manufacturing Experience Center“ für seine Kunden eröffnet. Das Zentrum soll Siemens zufolge die Entwicklung, Simulation und das Testen nahtlos integrierbarer 3D-Druckverfahren ermöglichen und das Poetnzial der industriellen additiven Fertigung aufzeigen. Darüber hinaus plant der Konzern für Juli dieses Jahres den Launch des „Siemens Additive Manufacturing Network“ – eines offenen Ökosystems, das Kunden und Anbietern gleichermaßen offenstehen soll. Das Netzwerk soll laut Siemens neue Wege in der Produktion aufzeigen und den kreativen Austausch von Experten für additive Fertigung, Softwareanbietern, Herstellern von 3D-Druckmaschinen, Zuliefern von Material und Kunden ermöglichen.


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