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Transport: Aldi Süd testet Erdgas-Lkw

Die Erdgas-Fahrzeuge beliefern Filialen fünf Jahre lang in vier deutschen Städten.


Der Discounter Aldi Süd hat einen Versuch mit Erdgas-Lkw im Lieferverkehr gestartet. Das Ziel sei, die Fahrzeuge auf Alltagstauglichkeit zu testen, erklärt das Unternehmen. Zudem will es die Auswirkungen der Fahrzeuge auf den eigenen ökologischen Fußabdruck bewerten. Aldi Süd hat am 7. Juni die vier erdgasbetriebenen Lkw vom Hersteller Iveco übernommen. Die Sattelzugmaschinen sind jeweils mit einem 400 PS starken Motor und einem Automatikgetriebe ausgestattet. Die Tanks eines Lkw fassen insgesamt 130 Kilogramm CNG-Erdgas. Damit hat ein Fahrzeug laut Iveco eine Reichweite von 500 Kilometern.

Unterwegs in der Stadt und auf dem Land

Der Hersteller übergab die Lkw im Rahmen einer kleinen Feier, zu der auch die Presse eingeladen war. Der Director Logistics Management bei Aldi Süd, Andreas Kremer, erklärte, dass die Fahrzeuge vom Typ „Stralis NP“ jeweils in den Gebieten Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart Filialen des Discounters versorgen werden. Dabei werden sie in Düsseldorf und Stuttgart fast nur im städtischen Raum unterwegs sein. Zum Frankfurter und Münchner Gebiet gehören jedoch auch viele ländliche Filialen.

Prüfung der Praxistauglichkeit

Aldi Süd will die für fünf Jahre geleasten Lkw möglichst umfassend auf Alltagstauglichkeit testen, die Wirtschaftlichkeit ist zunächst nachgeordnet. So wird beispielsweise der Lkw im Aldi Süd-Vertriebsgebiet Butzbach (Frankfurt und dessen nördliches Umland) jede Filiale in der nahen Zukunft beliefern, erklärt der Logistikleiter des Vertriebsgebiets, Olaf Bockwinkel. Eine große Herausforderung ist die Tankstelleninfrastruktur. So gebe es im Vertriebsgebiet Butzbach acht CNG-Tankstellen, wovon sich drei für Lkw eignen. Für das erste sei Aldi Süd eine Partnerschaft mit zwei Tankstellen eingegangen.

Bessere Luft und weniger Lärm

Hinsichtlich der Emissionen versprechen die Lkw deutliche Reduktionen. Laut Hersteller stoßen die neuen Lkw von Aldi Süd im Vergleich zu einem Diesel-Lkw 16 Prozent weniger Kohlendioxid, 70 Prozent weniger Stickoxide und 99 Prozent weniger Feinstaub aus. Und auch die Lärmemissionen sollen um drei Dezibel geringer sein.

Werbewirksamer Erdgas-Versuchsballon

Die zur Straße sichtbaren Seiten der Auflieger sind großflächig mit Werbefotos für den Erdgasantrieb bedruckt. Sie zeigen das Innere des Aufliegers voll mit bunten Luftballonen und dem Schriftzug „Normal tanken kann jeder. Wir fahren mit Gas.“.


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