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Logistikimmobilien: Neuer Containerterminal am Oberrhein

Trimodale Anlage in Lauterburg im Nordelsass eröffnet.


Der Hafen Straßburg hat einen neuen, trimodalen Terminal für den Containerverkehr am Rhein eingeweiht. Die Anlage heißt R3FLEX und liegt im französischen Lauterburg, etwa 60 Kilometer nördlich von Straßburg und 20 Kilometer westlich von Karlsruhe.

Jährliche Kapazität von 80.000 TEU

Der Terminal hat eine Fläche von 40.000 Quadratmetern und soll eine trimodale Umschlagkapazität von 80.000 TEU pro Jahr haben. Laut der Wirtschaftsförderungsagentur Business France kann die Fläche je nach Verkehrsentwicklung verdoppelt werden. Zur jetzigen Ausstattung gehören ein neuer Portalkran, zwei Gleisanschlüsse, ein Verwaltungsgebäude, zwei Reachstacker und 24 Reefer-Container-Greifer für Kühlcontainer. Auf dem Terminal sollen bis zu 29 Container pro Stunde (Container bis zu 40 Tonnen) umgeschlagen und zwei Schiffe gleichzeitig gelöscht werden können.

Ausbau wegen des steigenden Containerverkehrs in Straßburg

Die Investitionssumme betrug 14 Millionen Euro, die Bauarbeiten haben 2016 begonnen. Der Containerkran ergänzt die bereits bestehende Hafenanlage von Lauterburg, zu der ein Schüttgutkai, eine Ro-Ro-Rampe und ein Portalkran für Schwergut mit einer Tragfähigkeit von 200 Tonnen gehören. Die Eröffnung des neuen Terminals sei die Folge einer Zunahme des Containerverkehrs in Straßburg, teilt Business France mit. Die Zahl der dort jährlich umgeschlagenen Container habe sich seit 2004 verdreifacht und im Jahr 2017 die Marke von 420.000 TEU überschritten.

Freie Flächen für Logistikimmobilien

In der Nähe des neuen Containerterminals hat die Straßburger Hafengesellschaft PAS eine Baufläche von 480.000 Quadratmetern für neue Industrie- und Logistikimmobilien ausgewiesen. Die erschlossenen Flächen seien sofort verfügbar und direkt an das Wasser oder das Hafenbahnnetz angeschlossen, teilt Business France mit. Weitere 250.000 Quadratmeter können auf Anfrage erschlossen werden. PAS beteiligt sich an einer Studie zur Erdwärmegewinnung in der unmittelbaren Umgebung. Mit der Erdwärme könnte PAS die Anlage langfristig mit Energie aus einer erneuerbaren Quelle versorgen.


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(Foto: Matthias Pieringer)
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