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Start-ups: Gründer bevorzugen Deutschland

Bessere Finanzierungsbedingungen und weniger Bürokratie gefordert.


Wer sein Jungunternehmen in Deutschland gegründet hat, bereut dies in den meisten Fällen nicht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 300 deutschen Start-ups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom e.V. Demnach würden 61 Prozent der befragten Gründer ihr Unternehmen erneut in der Bundesrepublik an den Start bringen, wenn sie noch einmal vor der Entscheidung stünden.

Jeden Fünften zieht es in die USA

Einzig die USA übt noch eine ähnlich große Anziehungskraft auf Start-ups aus. Immerhin jeder Fünfte, so Bitkom, würde sich für einen Neustart jenseits des Atlantiks entscheiden. Damit liegt der Anteil etwas über dem Ergebnis aus dem Vorjahr. Damals hatten kurz nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten gerade einmal 15 Prozent eine Gründung in den USA vorgezogen. Unter US-Präsident Barack Obama hatte der Wert 2016 noch bei 32 Prozent gelegen, nur 44 Prozent hätten sich damals wieder für Deutschland entschieden. Andere Länder wie Estland, die Schweiz oder Israel werden als bevorzugte Start-up-Standorte nur vereinzelt genannt.

Start-up-Nation Deutschland

„Deutschland entwickelt sich nach und nach zu einer Start-up-Nation und bietet der Mehrheit der Gründer eine gute Ausgangsbasis, um ihre Geschäftsidee voranzubringen. Um Deutschland noch attraktiver für Gründer zu machen, muss die Bundesregierung bei der Digitalisierung rasch konkrete Ziele und Maßnahmen benennen, die über reine Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag hinausgehen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Das Beispiel der USA, die durch die politischen Entwicklungen für Gründer deutlich weniger attraktiv geworden sind, zeigt, wie wichtig stabile politische Rahmenbedingungen für Start-ups sind. Werte wie Verlässlichkeit und Stabilität haben den Wirtschaftsstandort Deutschland groß gemacht. Sie müssen wir erhalten und sie um ein Mehr an politischer Dynamik und Agilität ergänzen.“

Weniger Bürokratie macht Ausland attraktiv

Dazu gehöre laut Berg auch, dass es zukünftig in Deutschland bessere Finanzierungsbedingungen für Jungunternehmen gäbe und bürokratische Hürden abgebaut werden. Diese beiden Punkte zählen der Umfrage zufolge zu den wichtigsten Kriterien, die Gründer ins Ausland treiben. Mit deutlichem Abstand folgen Gründe wie besserer Austausch mit anderen Start-ups (39 Prozent), besserer Zugang zu Personal (33 Prozent), größerer Binnenmarkt (32 Prozent), Nähe zu potenziellen Kunden (28 Prozent) und Nähe zu exzellenten Wissenschaftseinrichtungen (23 Prozent).

Wer sich für Start-ups, digitale Geschäftsmodelle und deren Auswirkungen auf etablierte Unternehmen interessiert: Unser Schwestermagazin LOGISTRA organisiert am 22. November, ab 14.30 Uhr, im Rahmen der Logistics Digital Conference (LDC!) in Frankfurt am Main eine Diskussionsrunde zum Thema "Start-Ups in Logistik und Transport: Chancen und Risiken der neuen Digitalplattformen für Spediteure und Verlader."


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