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Versand: Zuverlässigkeit ist für Onlinehändler das Topkriterium

Händlerbund veröffentlicht Logistik-Studie 2018 zum Thema Versand.


Zuverlässigkeit ist das wichtigste Auswahlkriterium, das Onlinehändler gegenüber einem Versanddienstleister haben. Neun von zehn (90 Prozent) der befragten 513 Onlinehändler in Deutschland gaben dies an – das zeigt der Händlerbund in seiner neuen „Logistik-Studie 2018“ zum Thema Versand. Die Sendungsverfolgung sowie kurze Lieferzeiten erachten 70 beziehungsweise 69 Prozent der Befragten als sehr wichtig.

Überraschend sei, wie der Händlerbund Ende August mitteilte, dass weniger als zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Onlinehändler ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis als sehr wichtig bewerten. Die Auswahl unterschiedlicher Zustellvarianten wird laut der Studie von rund 50 Prozent der Teilnehmer als eher unwichtig eingestuft.

28 Prozent nutzen keine Abholung

Fast drei Viertel der befragten Onlinehändler (72 Prozent) lassen ihre Pakete von den Dienstleistern mindestens einmal täglich abholen (56 Prozent einmal täglich; elf Prozent zwei Mal täglich; fünf Prozent noch häufiger). 28 Prozent nutzen keine Abholung. Knapp jeder vierte Händler (22 Prozent) versendet täglich mehr als 100 Pakete. Diese Mengen sind dem Händlerbund zufolge beachtlich, „da 78 Prozent der Teilnehmer weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen. Mittlerweile lassen sich 61 Prozent von Versandschnittstellen beziehungsweise Shipping-Service-Providern unterstützen, um mehrere Versanddienstleister gleichzeitig an ihren Shop anzubinden.“

DHL als Platzhirsch

Die Studien-Ausgabe 2018 bestätigt, so der Händlerbund mit Verweis auf seine vorangegangene Logistik-Studie 2016, DHL mit weitem Abstand und 80 Prozent als meistgenutzten Versanddienstleister unter den Onlinehändlern (Mehrfachnennungen waren möglich). Die Konzernschwester Deutsche Post erreicht Platz zwei mit 42 Prozent. DPD rangiert mit 28 Prozent auf Platz drei, vor dem Viertplatzierten, Hermes, mit 17 Prozent.

Zur Studie

Für die Studie wurden dem Händlerbund zufolge 513 Onlinehändler befragt, die meist weniger als zehn Angestellte beschäftigen. Ein Drittel der Befragten handelt im Segment Hobby & Freizeit, jeder Fünfte im Bereich Haus & Garten und Elektronik- sowie Mode-Händler sind jeweils mit 15 Prozent vertreten. Der Händlerbund bezeichnet sich selbst als „360° E-Commerce-Netzwerk“. Mit seinen mehr als 70.000 Mitgliedern und Service-Partnern hat er es nach eigener Darstellung sich auf die Fahnen geschrieben, Händler aus ganz Europa bei der Professionalisierung zu unterstützen.


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