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Onlinehandel: Mehr Bestellungen in den Briefkasten bringen

Bevh und Verband der Deutschen Briefumschlag-Industrie kooperieren nun enger.


Online bestellte Waren mit geringem Gewicht und passender Größe sollen künftig so verpackt werden, dass sie über die Briefdienste den Empfängern in die heimischen Briefkästen zugestellt werden können. Dieses gemeinsame Ziel verfolgen jetzt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und der Verband der Deutschen Briefumschlag-Industrie (VDBF). Dafür habe man eine engere Zusammenarbeit vereinbart, meldeten die beiden Verbände am 11. September.

Sichere Zustellung, auch wenn der Empfänger abwesend ist

Hintergrund der Kooperation seien die bereits heute vorhandenen Herausforderungen bei der Warenzustellung durch teilweise stark überlastete Paketdienste. Die Briefkastenzustellung biete dem Versender den Vorteil einer sicheren „nextday“-Zustellung auch bei Abwesenheit des Empfängers.

Wie die internationale Post Corporation (IPC) in einer eigens in Auftrag gegebenen Studie ermittelt habe, könnten aufgrund von Größe und Gewicht rund 40 Prozent aller E-Commerce-Produkte in den heimischen Briefkasten zugestellt werden, so bevh und VDBF. Derzeit liege die Zustellquote in Deutschland jedoch noch deutlich unter 20 Prozent und selbst kleinteilige Einzelbestellungen würden von den Versendern häufig noch in zu großen Paketen verschickt.

Auf Industrie und Immobilienwirtschaft zugehen

„Der Warenbrief findet im E-Commerce viel Zuspruch“, sagte Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des bevh. „Im Detail harmonieren aber die Maße der Sendungen zuweilen nicht mit den standardisierten Briefkasten-Öffnungen. Hier wollen wir auch gemeinsam auf die Industrie und die Immobilienwirtschaft zugehen, um künftig mit den Postdienstleistern mehr Sendungen zum Kunden zu bringen.“

Briefkastengerechte Verpackungen

Die im VDBF organisierten Unternehmen bieten den Angaben zufolge bereits heute unter dem Schlagwort „envelope 2.0“ eine Vielzahl briefkastengerechter Verpackungen an, „die bisher vom Onlinehandel noch wenig genutzt werden“.

Der bevh vertritt die Interessen von mehr als 500 Unternehmen im deutschen Online- und Versandhandel. Mit gegenseitigen Informationen und gemeinsamen Veranstaltungen sollen nun die Grundlagen für einen intensiven Dialog zwischen den Mitgliedern beider Verbände geschaffen werden, hieß es. Weiterhin haben es sich beide Verbände auf die Fahnen geschrieben, sich für den Erhalt und die Erweiterung der Briefkastenzustellung durch die Briefdienstleister einzusetzen.


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