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Studie: Logistikmarkt in Deutschland wächst

Aufschwung durch E-Commerce und neue Mitarbeiter.


Die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS präsentiert zum 35. Deutschen Logistik-Kongress vom 17. bis 19. Oktober in Berlin die Ergebnisse der Studie „Top 100 der Logistik 2018/2019“. Dieses Jahr liegt der Fokus auf dem deutschen Markt.

Weiteres Wachstum des Logistik-Sektors

Bei der umfassenden Untersuchung der Fraunhofer SCS wird erneut ein Wachstum des Bereichs Logistik deutlich, und zwar in 2017 um rund drei Prozent. Das entspricht einem Gesamtvolumen von circa 267 Milliarden Euro. Etwas über die Hälfte dieses Wachstums resultiert aus einem gestiegenen operativen Aufwand durch einen Anstieg an transportierten Tonnen. Der übrige Teil wächst durch ein gestiegenes Preisniveau für die Leistungen der Logistikwirtschaft und der dort eingesetzten Beschäftigten.

Zuwachs durch E-Commerce-Aufschwung

Der Zuwachs an bewegten Tonnen ist vor allem bedingt durch länger werdende Versorgungsketten, die im Rahmen eines weiteren E-Commerce-Aufschwungs entstehen. Insbesondere in den konsumnahen Segmenten des Handels, wie Textil, Elektro oder Haushalt, fallen zusätzliche Leistungen im Fullfillmentsektor und im KEP-Bereich an. Diese sorgen für einen höheren Bedarf an Logistikwissen.

Mehr Mitarbeiter im operativen Bereich

Dieser Bedarf braucht auch mehr Mitarbeiter im operativen Bereich. Daher ist hier ein Plus von rund vier Prozent, was 56.000 Mitarbeitern entspricht, zu verzeichnen. Der Zuwachs ist vor allem in der Lagerwirtschaft und im Güterumschlag zu sehen. Auch beim Fahrpersonal ist ein Anstieg zu verzeichnen – hier von 2,6 Prozent. Das bedeutet ein Plus von rund 17.000 neuen Fahrzeugführern im Straßenverkehr.

Wachstum von „nur“ drei Prozent

Dennoch bleibt laut der Studie der Fahrermangel unverändert akut und auch Preissteigerungen aufgrund mangelnder Kapazitäten an Laderaum sind höchstwahrscheinlich. In Summe sind 3,15 Millionen Erwerbstätige in der Logistikwirtschaft beschäftigt, was einem Plus von weniger als 3,5 Prozent an Köpfen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Zuwachs ist jedoch vor allem in den unteren Lohnsegmenten zu finden, weshalb die Logistik trotz deutlichen Zuwachses an Beschäftigten „nur“ um rund drei Prozent wachsen konnte.


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