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Veranstaltung: Gründer treffen Logistikexperten

Erster Start-up Tag im Frankfurter HOLM lockt 250 Besucher.


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Unter dem Motto „Logistik, Mobilität und Grüne Soße“ kamen am 31. Oktober im Frankfurter House of Logistics and Mobility (HOLM) Gründer, Jungunternehmen sowie Experten aus der Logistik- und Mobilitätswirtschaft zum ersten bundesweiten Start-up Tag zusammen. Rund 50 Aussteller sowie etliche Mitmachaktionen, Vorträge und eine Diskussionsrunde lockten dem Forschungs- und Bildungszentrum zufolge etwa 250 Besucher nach Frankfurt.

Von Personal bis Finanzierung

Vormittags diskutierten die Teilnehmer in vier Workshops über die Themen Personal und Wachstum, Innovationen, Start-ups versus Corporates sowie Finanzierung und Förderung. Aus dem anschließenden Start-up Pitch, der von der PS Team GmbH gesponsert wurde, ging das Jungunternehmen MotionMiners als Sieger hervor. Das Start-up erhebt mithilfe von Sensoren und Machine-Learning-Algorithmen Daten zu Ergonomie, Produktivität und Effizienz, um Verbesserungspotenziale zu entdecken. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Der Markt wächst

Am Nachmittag diskutierte LOGISTIK HEUTE-Redakteurin Sandra Lehmann mit Vertretern von Start-ups und Beratungsunternehmen über die Chancen und Herausforderungen für Jungunternehmen in der Logistikwirtschaft. Dabei erklärte Thilo Grunwald-Henrich, Berater bei Oliver Wyman und Mitautor der Studie „How Start-ups digitize Logistics“, dem Publikum, dass der Markt für Logistik-Start-ups in den kommenden Jahren um etwa das Dreifache wachsen werde. Wurden im Jahr 2017 weltweit etwa 3,5 Milliarden US-Dollar in Jungunternehmen aus der Logistikwirtschaft investiert, rechnet Grundwald 2020 mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Milliarden US-Dollar.

Neue Technologien beflügeln

Insbesondere Unternehmen, die sich mit Technologien wie Blockchain und künstlicher Intelligenz befassen, hätten aus Grundwalds Sicht gute Chancen, sich auf dem Markt zu etablieren und konventionelle Geschäftsmodelle entweder zu disruptieren oder zu erweitern. Ein Start-up, das diesen Weg bereits beschreitet, ist das Würzburger Unternehmen Priotic. Das Jungunternehmen implementiert unter anderem sprachgesteuerte Lagerprozesse über digitale Assistenzen wie Alexa in Distributionszentren und Lager. Auch Priotic-Gründer Stefan Vogt hält es für einen guten Zeitpunkt, jetzt ein Start-up im Logistikbereich aufzuziehen – am besten mit einem digitalen Geschäftsmodell. „Es gibt noch so viele manuelle Prozesse in der Lagerumgebung und darüber hinaus, die ein riesiges Potenzial bieten, das gehoben werden kann“, so der Geschäftsführer.

Zeigen, was man kann

Luft nach oben sieht auch Dr. Christian Schaller, Gründer und Geschäftsführer des Jungunternehmens Metrilus, einem Anbieter von digitaler Frachtvermessung. Und das nicht nur aufseiten der Jungunternehmen. Wie der promovierte Ingenieur im Rahmen der Diskussionsrunde erläuterte, wünscht er sich auch vonseiten etablierter Logistikdienstleister mehr Mut Neues anzugreifen und sich auf digitale Technologien einzulassen. „Logistiker gehen häufig vorsichtig vor, wenn es darum geht neue Wege zu beschreiten. Überzeugen kann man Kunden aus diesem Wirtschaftszweig allerdings häufig, indem man zeigt, wie eine neue Technologie funktioniert und wo genau sie Kosten einspart beziehungsweise mehr Effizienz bringt. Deshalb ist mein Rat an Neueinsteiger: Zeigt, was eure Lösung kann.“

Nach dem Auftakt in diesem Jahr plant das HOLM nach eigenen Angaben bereits eine zweite Veranstaltung für 2019. Als vorläufigen Termin visiert das Forschungs- und Bildungszentrum den 30. Oktober kommenden Jahres an.


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