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Konjunktur: Auf Kippe zum Abschwung?

Firmen bauen Lager ab und frieren Investmententscheidungen ein.

Produzierende Unternehmen in Deutschland reagieren auf die derzeit unklaren Konjunkturperspektiven, indem sie ihre Lagerbestände an Rohstoffen und Vormaterialien abbauen und geplante Investitionsentscheidungen auf Eis legen. Das geht aus dem aktuellen Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), in Frankfurt hervor. Gegenüber September sank er im Oktober 2011 um 1,2 auf 49,1 Punkte. Tiefer hatte der Indikator zuletzt im Juli 2009 notiert. Damit ist die Produktion der deutschen Industrie nach fünf Monaten stagnierender Dynamik und einer 27-monatigen Phase kontinuierlicher Ausweitungen im Oktober erstmals seit zwei Jahren wieder leicht geschrumpft.

Der Grund: Ausbleibende Neu- und Folgeaufträge und zunehmende Überkapazitäten ließen den Auftragsbestand der deutschen Firmen im Oktober sinken. Auch Exportbestellungen von Industrieerzeugnissen Made in Germany gingen so deutlich zurück wie seit knapp zweieinhalb Jahren nicht mehr. Infolge des Nachfragerückgangs nehmen die Bestände der Fertigwarenlager laut EMI zum dritten Mal in Folge zu. Vor Panikmache warnt jedoch Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Eine Stagnation im Winterhalbjahr sei wahrscheinlich, eine Rezession lasse sich aus den jüngsten EMI-Zahlen aber nicht ableiten.


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