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Seefracht: Mehr Container, weniger Umsatz

HHLA schlug im ersten Halbjahr drei Prozent mehr Boxen in Hamburg und Odessa um.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat auf ihren Containerterminals in Hamburg und Odessa im ersten Halbjahr 2012 den Umschlag gegenüber dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 3,5 Mio. Standardcontainer (TEU) gesteigert. Hingegen ist Schätzungen zufolge der Gesamtumschlag in den Häfen Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam, Bremerhaven und Hamburg im ersten Halbjahr 2012 um ein Prozent gesunken.

Der HHLA-Konzernumsatz ging dennoch um fünf Prozent auf mehr als 566 Mio. Euro zurück. Davon entfielen rund 553 Mio. Euro (minus 5,2 Prozent) auf den Teilkonzern Hafenlogistik. Hauptursache für den Umsatzrückgang war die Neuausrichtung des Segments „Intermodal“, in dem der Hafenkonzern gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG mehrere Gesellschaften für den Hinterlandverkehr auf der Schiene unterhält. Seit dem zweiten Quartal 2012 besitzt die HHLA jetzt fast 87 Prozent der Anteile an Metrans (vorher rund 52 Prozent) sowie über drei Viertel der Anteile an Polzug (vorher ein Drittel). Die bisherige 50-Prozent-Beteiligung an der nicht profitablen Bahngesellschaft TFG Transfracht wurde von der Deutschen Bahn übernommen. Das Transportvolumen im Segment Intermodal schrumpfte dadurch im ersten Halbjahr um ein Viertel auf 697.000 TEU.

Die Neuausrichtung des Intermodal-Bereichs hat sich bereits positiv auf das Ergebnis und die Rentabilität ausgewirkt. Im ersten Halbjahr 2012 stieg das Betriebsergebnis EBIT um 1,2 Prozent auf mehr als 94 Mio. Euro, im Teilkonzern Hafenlogistik um mehr als zwei Prozent auf rund 89 Mio. Euro.

Angesichts der trüben Konjunkturprognosen erwartet die HHLA für das Gesamtjahr 2012 ein Umschlagniveau im Bereich des Vorjahres (2011: 7,1 Mio. TEU). Unter Berücksichtigung der Neuausrichtung im Segment Intermodal strebt der Hafenkonzern einen Konzernumsatz im Bereich von 1,1 Mrd. Euro (2011: 1,2 Mrd. Euro) sowie ein EBIT in einer Bandbreite zwischen 170 und 190 Mio. Euro an (2011: 207 Mio. Euro). Die Ergebnisentwicklung werde zusätzlich durch die Verzögerung der Fahrrinnenanpassung der Elbe und temporäre Zusatzkosten für die Modernisierung des Containerterminals Burchardkai belastet, teilt das Unternehmen mit.


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