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FTS: Neues vom smarten Transportroboter

Der "Smart Transport Robot" des Fraunhofer IML hat gelernt, sich im Lager umzusehen.


Leicht, belastbar und effizient war er schon; jetzt wurde seine Navigation überarbeitet: der „Smart Transport Robot“ des Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. Der Vorgänger nutzte für die Navigation noch ein hybrides Ortungssystem aus Odometrie und Funksendern. Die neueste Version erkennt nun seine Umgebung. Deshalb sind auch keine künstlichen Landmarken oder Bodeninstallationen mehr notwendig. Die Kartierung und die Lokalisierung erfolgt durch einen sogenannten „SLAM Algorithmus“ (Simultaneous Localization and Mapping). Dafür bewegt sich das Fahrzeug vor der Inbetriebnahme systematisch durch die gewünschte Umgebung und erstellt dabei eine Karte von der zukünftigen Arbeitsumgebung.

Transportroboter weicht Menschen aus

Um die Route lokal zu optimieren, wird der sogenannte „Time-Elastic-Band (TEB)-Ansatz“ eingesetzt. Dadurch kann der Transportroboter bei der Lieferung der Ware von A nach B spontan auf Veränderungen in der Umgebung reagieren: Menschen oder andere Fahrzeuge erkennt er über eingebaute Sensoren und einen Sicherheitsscanner.

Der kleine Roboter wurde aber nicht nur intelligenter sondern auch kräftiger. Die erste Version konnte bei einem Eigengewicht von 135 Kilogramm Lasten von bis zu 550 Kilogramm bewegen. Die aktuelle Fassung transportiert bei einem Eigengewicht von 120 Kilogramm rund 1.000 Kilogramm. Derzeit wird noch an der Schnelligkeit gearbeitet: 2,2 m/s soll der Roboter künftig schaffen, derzeit sind es 1,2 m/s.

Zwei Jahre ist es her, dass die Forscher des IML das intelligente Transportsystem im Kofferformat vorstellten. Seitdem wurde gemeinsam mit der BMW Group und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA an seiner Weiterentwicklung gearbeitet. Bis Ende 2018 soll das FTS serienreif sein.

Starke Projektpartner

Entstanden ist der smarte Robot 2016 im Rahmen des „BMW Enterprise Lab for flexible Logistics“. Er ist auf die Arbeitsabläufe in Werken der BMW Group ausgerichtet und passt sich dort den gegebenen Strukturen an. Er kann mit Autoteilen beladene „Rolluntersetzer“ aufnehmen, transportieren und am Auftragsziel wieder auf dem Boden abstellen.

Interessant für BMW: Der Automobilhersteller kann aufgrund der engen Zusammenarbeit innerhalb des BMW Enterprise Labs und der eimgebauten Autoteile den intelligenten Transportroboter selbst in Serie produzieren. Die einfache und kostengünstige Eigenproduktion war eines der Projektziele. (ts, ld)

CeMAT 2018: Halle 21, Stand K24


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