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Newsletter LOGISTIK HEUTE-weekly vom 09. Mai 2018

Entfristungspraxis: Ist die Kritik an Deutsche Post DHL gerechtfertigt?



Guten Tag,

die Kriterien der Entfristungspraxis von Zusteller-Arbeitsverträgen bei Deutsche Post DHL (siehe News der Woche) mag man einerseits in Teilen nachvollziehen können. Andererseits werfen sie aber auch Fragen auf: Was sollen Krankheitstage über die Eignung eines Beschäftigten für seinen Job oder die Qualität seiner Arbeit aussagen?

Bei Zustellern seien Geschwindigkeit und Unfallfreiheit aus seiner Sicht „legitime Kriterien, um die Arbeitsqualität zu messen und über eine Übernahme zu entscheiden“, sagte zum Beispiel der Arbeitsrechtler Michael Henn „ZEIT ONLINE“ in einem Interview. Ein Kriterium, die maximal 20 Krankheitstage, halte er allerdings für problematisch, so der Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Politiker wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Gewerkschafter bringt das Post-Konzept auf die Palme. Der Konzern selbst kann die Kritik nicht nachvollziehen. Unabhängig davon, wie der Konflikt um die Vorgehensweise des Logistikdienstleisters ausgeht – gut ist jedenfalls, dass eine neue Diskussion über das Streitthema Vertragsbefristungen in Gang gekommen ist.

Das wird auch den einen oder anderen Jobbewerber aufrütteln: Augen auf bei der Arbeitgebersuche und – wenn man aufgrund von Angebot und Nachfrage die Wahl hat – konsequent die für sich vorteilhaftere Alternative wählen. Eben das Unternehmen, das unbefristet einstellt.

Eine informative Newsletterlektüre wünscht

Matthias Pieringer
Stellv. Chefredakteur LOGISTIK HEUTE

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